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den unteren Blättern fiederspaltigen, an den oberen eingeschnitten-gezähnten, lanzett-Abschnitten. Blüten deutlich gestielt, in zu einer endständigen, lockeren Rispe ver-einten Dichasien oder mehrspaltigen Trugdolden. Verzwei-gungen des Blütenstandes drüsig-behaart. Blütenstiele so langoder länger als der Kelch. Kelchzipfel stumpf, breit weiss-häutig-berandet (Fig. 22b, c), 3 mm lang. Blumenkrone 5 mmlang, purpurbraun, die seitlichen Zipfel der Unterlippe und derSchlund weisslich, die Oberlippe gerade vorgestreckt, längerals die Unterlippe und mehr als halb so lang als die Kronröhre(Fig. 22b). Kapsel bespitzt (Fig. 22c), 5 mm lang. — VI bis VIII.Im Felsschutt und an steinigen Stellen in der Krumm-holz- und Alpenregion des Jura und der südlichen Kalk-alpen (bis ca. 1800 m); mit den Schutthalden bis in dieTäler herabsteigend.
In Oesterreich in den Südtiroler Dolomiten, in den JulischenAlpen, Karawanken und Sanntaler Alpen durch Südtirol, Kärnten, Krainund Südsteiermark häufig. In der Schweiz im ganzen Zuge des Jurabis zur Roggenfluh, ferner auf dem Moleson, Col de Bonaudon, Vudecheim Kanton Freiburg (angeblich auch im Tessin: Val Campo Maggia).
AllgemeineVerbreitung: Schweiz, Osterreich,Oberitalien.
DCLXXV. Mfmulus 1 ) L. Gauklerblume. Franz.:Mimule; engl.: Monkey-flower, maidenwort.
Meist ausdauernde Arten mit liegendem, aufrechtemoder klimmendem Stengel. Blätter gegenständig, ungeteilt.Blüten einzeln in den Blattachseln. Kelch fünfzähnig, deutlichzweilippig. Blumenkrone mit weiter Röhre und zweilippigem,glockigem bis flachem Saum; die Oberlippe zweispaltig, auf-recht, ungefähr so lang wie die breite, dreilappige Unter-lippe. Staubblätter vier, zweimächtig, in die Blumenkrone eingeschlossen, dem Grunde derKronröhre eingefügt. Antheren nicht bespitzt. Fruchtknoten zweifächerig (Taf. 237, Fig. lc).Griffel verlängert, mit zweispaltiger Narbe (Taf. 237, Fig. ld). Frucht eine fachspaltige,zweiklappige Kapsel.
Fig.2?. Scrophularia Hoppei Koch.a, a\ Habitus (>/s natürl. Grösse). } Blüte,(von der Seite), c Fruchtkapsel, d Samen.
Die Gattung umfasst 60 Arten, welche grösstenteils in Amerika heimisch sind; wenige kommen inAsien, Ostafrika und Australien vor. Viele Arten der Gattung, darunter auch M. guttätus, zeichnen sichdurch sehr reizbare Narben aus, indem die beiden Narbenlappen sich bei der leisesten Berührung einandernähern und sich schliesslich aufeinanderlegen (Taf. 237, Fig. ld). Durch diese Einrichtung wird eine Bestäubungmit dem eigenen Pollen verhindert. Wenn ein die Blume besuchendes Insekt (meist Hummeln) in die Blüteeindringt, kommt dieses zuerst mit der Narbe in Berührung, die sich sofort zusammenlegt, dann erst mit denAntheren. Wenn es sich dann mit Pollen beladen zurückzieht, streift es nur noch an der nicht belegungsfähigenUnterseite der Narbenlappen an und erst bei Besuch einer anderen Blüte kann der Pollen an der Innen-seite der Narbe abgestreift werden.
Wegen ihrer grossen und lebhaft gefärbten Blüten werden zahlreiche Arten der Gattung als Zierpflanzenkultiviert; ausser den beiden unten genannten Arten insbesondere noch M. c ardinälis Ldl. aus Kalifornien (ver-wildert am Friedhof zu Mannheim) mit ziegel- bis scharlachroten, im Schlünde gelb gefärbten Blüten, ferner(besonders in den österreichischen Alpenländern) als Topfpflanze Mimulus glutinösus (Nutt.) Wendl. ausKalifornien mit holzigem Stamm, lederigen, lanzettlichen Blättern und fast orangegelben, innen kahlen Blüten.
*) Vom lat. mfmus = der Schauspieler; wegen der maskenartigen Gestalt der Blüte. Auch derdeutsche Name „Gauklerblume" bezieht sich hierauf.