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35. Scrophularia laciniäta Waldst. et Kit. (= S. variegäta Rchb.). Schlitzblätterige
Br aunwur z.
Ausdauernd. Wurzel ästig, mehrköpfig. Stengel aufsteigend oder aufrecht, 30 bis60 cm hoch, kahl. Laubblätter gegenständig, gestielt, kahl, im Umriss eiförmig, am Grundefiederspaltig, nach oben zu mit weniger tief reichender Teilung; die Abschnitte ungleichgrob gezähnt bis ungleich fiederlappig. Blüten in lockeren, wenigblütigen, von kleinen,fiederspaltigen Tragblättern gestützten und eine verlängerte, lockere Rispe bildendenWickeln. Verzweigungen des Blütenstandes mit kurzen Stieldrüsen besetzt. Kelchzipfelbreit, rundlich, stumpf, schmalhäutig berandet. Blumenkrone 7 bis 9 mm lang, hellbraunrotmit dunkelpurpurbrauner Oberlippe; die Oberlippe läng er als die Unterlippe, gerade vor-gestreckt. Staminodium nageiförmig. Kapsel kugelig, 3 bis 4 mm lang. — V, VI.
An steinigen Stellen, Mauern, Felsen. Nur inOesterreich in Innerkrain auf demNanos und herab bis Wippach und Praewald, sowie im Küstenlande auf dem MonteMaggiore ^und dem Sissol und im ungarischen Litorale bei Fiume. Fehlt in Deutsch-land und in der Schweiz vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Küstenland, Südkrain, Kroatien, Siebenbürgen,Balkanhalbinsel.
36. Scrophularia canftia L. Hunds-Braunwurz. Franz. Rue des chiens; ital.:
Ruta canina. Taf. 236, Fig. 4.
Ausdauernd. Wurzel*holzig, vielköpfig. Stengel meist mehrere, aufsteigend oderaufrecht, 20 bis 60 cm hoch, einfach, kahl. Blätter kahl, gestielt, im Umriss eiförmig; dieunteren doppelt fiederschnittig mit eingeschnitten-gesägten bis fiederspaltigen, lanzettlichenAbschnitten, die oberen allmählich einfacher geteilt. Blüten kurz gestielt, in gabeligen, zueiner endständigen, lockeren, verlängerten Rispe zusammengestellten Wickeln. Achsendes Blütenstandes mit sitzenden oder sehr kurz gestielten Drüsen mehr oder minderdicht besetzt. Blütenstiele höchstens so lang wie die Blüten. Kelchzipfel stumpf, breitweisshäutig-berandet, 2 bis 3 mm lang. Blumenkrone 4 bis 5 mm lang, purpurbraun, dieOberlippe gerade vorgestreckt, länger als die Unterlippe, etwa ein Drittel so lang wie diel^ronröhre (Taf. 236, Fig. 4a und 4b). Staminodium lineal. Kapsel bespitzt, 5 mm lang. —VI bis VIII.
An steinigen Stellen, im Schotter der Flüsse, an Wegrändern. In Deutschland amKneinufer im Elsass und in Baden, selten und oft unbeständig am Ober- und Mittelrhein,auch an den Vogesen- und Schwarzwaldflüssen, in der Pfalz bei Langenkandel, bei Wörthund bei Ludwigshafen (im Luitpoldhafen seit mehr als 30 Jahren eingebürgert) sowie amLlzufer bei Emmendingen, aber nicht in Württemberg. In Oesterreich in den südlichenAlpentälern (bis ca. 1300 m) durch Tirol, Kärnten, Krain, Südsteiermark und das Küsten-land; vorübergehend eingeschleppt auch in Niederösterreich (Südbahnhof Wien, bei München-dorf). In der Schweiz häufig um Genf, im Wallis, in den Kantonen Neuenburg und Waadt,im übrigen Teile seltener.
AllgemeineVerbreitung: Ganz Südeuropa und südliche Teile von Mitteleuropa,Marokko, Algier, Tunis, Kleinasien
37. Scrophularia Höppei 1 ) Koch. Alpen-Braunwurz. Fig. 21.Ausdauernd. Wurzel ästig, mehrköpfig. Stengel meist mehrere, aufsteigend, selteneraufr echt, 2 0 bis 50 cm hoch, kahl. Blätter kahl, gestielt, im Umriss eiförmig, fiederschnittig
»j Nach David Heinrich Hoppe, Professor der Naturgeschichte in Regensburg, geb. 1760 zu Vilsenm Hannover, gest. 1846 in Regensburg, der zahlreiche und wichtige Arbeiten über die Alpenflora veröffentlichte.
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