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An Wegen, Rainen, Ufern, Gräben, Wiesenrändern, auf Viehweiden, Dämmen; mitAusnahme der Küstengebiete der Nord- und Ostsee ziemlich verbreitet.
Allgemeine Verbreitung: Süd-England, Holland, Belgien, Frankreich, Spanien,Italien s. d. Inseln, Oesterreich-Ungarn, Schweiz, Deutschland, Südrussland, nördlicheBalkan-Halbinsel, Zentralasien.
In Süd- und Mitteldeutschland ziemlich verbreitet; in Nor d d e utschland in den Tälern derSaale, Elbe, Oder und Weichsel, ferner noch in Hannover bei Ronneberg, Norten, Hardenberg, Eibholz beiPeversdorf; in Westfalen nur eingeschleppt. In O est er reich in Böhmen nur in den Niederungen von Nord-böhmen, in Mähren, Schlesien, Ober- und Niederösterreich verbreitet, in Salzburg nur bei Salzburg, Werfen,Unken, in den Alpenländern überhaupt nicht tief in die Alpentäler eindringend, in Tirol nur im Süden; inMittel- und Untersteiermark, Kärnten und Krain ziemlich verbreitet. In der Schweiz nur im Hügellandeder Schweizer Hochebene und im Jura, ferner im Tessin und im südlichen Graubünden, jedoch nicht im Wallis.
Diese Spezies ist wie alle Königskerzen wenig veränderlich.Beobachtet wurden folgende Formen: f. erub escen s Brügger. Blüten-stand drüsig-flaumig. Blumenkrone weiss, violett überlaufen. — f.gläbrum (MM.) Rchb. Pflanze kahl. Blumenkrone weiss, violett über-laufen. Beide Formen wurden in der Schweiz beobachtet.
3. Verbascum Chafxii J ) Vill. Französische Königs-kerze. Fig. 2.Pflanze zweijährig. Wurzel spindelförmig. Stengelaufrecht, bis 1 m hoch, oben rispig-ästig, oben schwachkantig, spärlich flockig behaart. Laubblätter oberseits spär-lich behaart, unterseits dicht sternhaarig bis dünn graufilzig;die grundständigen und die unteren Stengelblätter ziemlichlang gestielt, länglich eiförmig, am Grunde meist ziemlichtief herzförmig, am Rande doppelt gekerbt mit gegen dieBasis zu tiefer werdenden Einschnitten und am Grunde fastlappig-eingeschnitten. Mittlere Stengelblätter kurz gestielt,obere mit breit abgerundetem bis herzförmigem Grundesitzend, eiförmig, spitz, unregelmässig kerbzähnig. Blütenkurz gestielt, zu 2 bis 5 gebüschelt, in einer am Grundemeist reichästigen Rispe. Blütenstiele höchstens etwas längerals der Kelch, gleich diesem locker sternhaarig-filzig. Blumen-krone radförmig, hellgelb, 1,5 bis 2 cm breit. Alle fünfStaubfäden purpurwollig; Antheren nier'enförmig, nichtherablaufend (Fig. 2c). Kapsel 5 bis 6 mm lang. — VII, VIII.An Waldrändern, in Holzschlägen, an sonnigen,buschigen Stellen; nur in der südlichen Schweiz beiBiütenspross (>/snatüri. Grosse), t junge Melide am Luganer See, im Val Mugg-io und bei Locarno.
Frucht, c Staubblatt. => ' =&
Fehlt in Deutschland (nur einmal adventiv bei Ilvers-gehofen nächst Erfurt) und Oesterreich (nicht.in Südtirol) vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Nördliche Pyrenäenhalbinsel, Südfrankreich, südl.Schweiz, Oberitalien.
4. Verbascum Austriacum Schrader (= V. Orientale Neilreich nee Bieb., = V. virensHost). Oesterreichische Königskerze. Fig. 3.Pflanze zweijährig. Wurzel spindelförmig. Stengel aufrecht, bis 1 m hoch, obenrispig-ästig und schwach kantig, spärlich flockig behaart. Laubblätter oberseits fast kahl,
') Nach dem Abbe Dominique Chaix, geb. 1730, gest. 1799, dem Lehrer Villars, zu dessenHistoire des Plantes du Dauphine ersterer zahlreiche Beiträge lieferte.
Fig. 2. Verbascum Chaix