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unterseits besonders längs des Mittelnerven locker flaumhaarig; die grundständigen und
unteren Stengelblätter ziemlich lang gestielt, eiförmig, in den Stiel zugeschweift verschmälert,
spitz gekerbt, die mittleren Stengelblätter kurz gestielt, die obersten mit verschmälertem
Grunde sitzend, länglich eiförmig bis lanzettlich, spitz. Blüten zu
2 bis 5, kurz gestielt, in endständiger, am Grunde reichästiger Rispe-
Blütenstiele höchstens etwas länger als der Kelch, gleich diesem
ziemlich dicht sternhaarig-filzig. Blumenkrone radförmig, 1,5 bis
2,5 cm breit, hellgelb, alle fünf Staubfäden purpurwollig; Antheren
nierenförmig, nicht herablaufend (Fig. 3 b). Kapsel 6 bis 7 mm lang
(Fig. 3 c). — VIII, IX.
An Waldrändern, buschigen Abhängen, in Holzschlägen, imSchotter der Flüsse. In Oesterreich zerstreut in Böhmen, häufigin Mähren, Nieder- und Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Krainund Südtirol. In Deutschland und in der Schweiz nur vorüber-gehend adventiv beobachtet.
Allgem eine Verbreitung : Oesterreich-Ungarn, nördlicheBalkanhalbinsel.
In Böhmen nur bei Krumau. In Mähren im mittleren und südlichen Landes-teile verbreitet, im Gebirgslande von Nordmähren fehlend. In Niederösterreich,Steiermark und Krain verbreitet und meist sehr häufig; in Oberösterreich besondersim Mühlviertel und auf der Welser Heide; in Salzburg bei Mandling, Goldegg inPongau, Werfen und in der Brodhäuselau bei Salzburg; in Kärnten bei Klagenfurt,Tiffen, Spital, Oberdrauburg, Tarvis, Sattnitz, im Moll- und Maltatale; in Südtirolnicht selten.
Aendert nur wenig ab. Eine Form mit weisser Staubfadenwolle istf. leucöthrix (Beck) Hayek, bisher nur bei Baden und in der Prein in Nieder.Österreich beobachtet. — Eine f. umb r ösum Teyber mit einfachem Blütenstand undbis 32 mm breiten Blüten fand sich in Ungarn hart an der niederösterreichischenGrenze im Spitalwald bei Brück a. d. Leitha.
5. Verbascum nfgrutn L. Schwarze Königskerze. Engl.: DarkMullein. Taf. 234, Fig.2.
Pflanze zweijährig. Wurzel spindelförmig. Stengel aufrecht, bis 1,20 m hoch, obenkantig, spärlich sternhaarig-flockig, meist einfach. Laubblätter oberseits zerstreut sternhaarig,unterseits dicht sternhaarig bis locker graufilzig; die grundständigen und die unteren Stengel-blätter ziemlich lang gestielt, eiförmig bis eiförmig-länglich, am Grunde ziemlich tief herz-förmig, einfach oder die untersten gegen den Grund zu seicht doppelt gekerbt, die mitt-leren Stengelblätter allmählich kürzer gestielt, die obersten mit abgerundetem oder herz-förmigem Grunde sitzend, einfach gekerbt. Blüten zu 2 bis 5 gebüschelt in endstän-diger, verlängerter, einfacher oder selten am Grunde mit einzelnen Aesten versehenerAehre. Blütenstiele etwa doppelt so lang als der Kelch, wie dieser locker sternhaarig-filzig. Blumenkrone radförmig, 15 bis 20, mitunter selbst bis 25 mm breit, hellgelb. Allefünf Staubfäden purpurwollig. Antheren nierenförmig, nicht herablaufend, orangerot.Kapsel eiförmig, 5 bis 7 mm lang. — V bis IX.
In Wäldern, an buschigen Abhängen, Ufern, sonnigen, trockenen Stellen, auf Brachen,in Kiesgruben, an Eisenbahndämmen, in Flussauen; durch das ganze Gebiet bis in dieVoralpen (Wallis bis 1600 m) verbreitet und meist häufig.
Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa (mit Ausnahme des äussersten Nordensund Südens), Kaukasus.
Die Pflanze ist eine der häufigsten Königskerzen Deutschlands und neben V. Thapsus die einzige Art,die auch im ganzen norddeutschen Flachlande vorkommt; sie findet sich auch auf der Insel Sylt, fehlt aberden ost- und westfriesischen Inseln.
Fig. 3. Verbascum Austriacum Sclirad. a HabitusC/3 natürl. Grösse), b Staub-blatt, c Junge Flucht.