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1 (1914) Anorganische Chemie
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Aluminium und seine Salze.

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lösung eingegossen und der Niederschlag abfiltriert, aus-gewaschen und in lauer Wärme getrocknet.

A1 2 (S0 4 ) 3 + 3Na 2 C0 3 + 3 H 2 0 = 2 AI(OH) 3

-f 3Na 2 S0 4 + 3C0 2 .

Weißes, leichtes, in Wasser und in Weingeist unlöslichesPulver, leicht löslich in verdünnten Säuren und auch inKalilauge und Natronlauge unter Bildung eines Aluminates;aus der alkalischen Lösung wird durch Chlorammoniumwieder das Aluminiumhydrat gefällt.

Al(OH) 3 -f 3NaOH = Al(ONa) 3 -f 3H 2 0,Natrium-aluminatAl(ONa) 3 + 3NH 4 C1 = Al(OH) 3 -f 3NaCl -f 3NH 3 .

Aluminiumsulfuricum, Aluminiumsulfat, A1 2 (S0 4 ) 3-j-18 H 2 0. Aluminiumsulfat ist ein Zwischenprodukt beider Darstellung des Alauns, s. S. 124; man gewinnt es tech-nisch durch Behandlung von möglichst eisen- und kalk-freiem Ton mit 60°/ o iger Schwefelsäure, wobei Kieselsäuresich unlöslich abscheidet. Das reine offizinelle Präparatstellt man durch Auflösen von Aluminiumhydroxyd in ver-dünnter Schwefelsäure dar. Das Aluminiumhydroxyd ge-winnt man als Nebenprodukt bei der Fabrikation derKryolithsoda (S. 77) oder aus Bauxit (S. 122), indem mandiesen durch Glühen mit Soda in Aluminiumoxydnatriumund dieses dann durch Kohlensäure in Aluminiumhydroxydüberführt.

Weiße, kristallinische Stücke, welche sich in 1,2 Teilenkaltem, viel leichter in heißem Wasser lösen, in Weingeistfast unlöslich sind. Die wässerige Lösung reagiert sauerund schmeckt sauer und zusammenziehend; sie gibt mitBariumnitratlösung einen weißen, in Salzsäure unlöslichen,mit Natronlauge einen farblosen, gallertigen, im Überschußdes Fällungsmittels löslichen Niederschlag, der sich aufZusatz von Ammoniumchloridlösung wieder ausscheidet.

Prüfung. Auf Schwermetalle (mit H 2 S), Eisen(mit Kaliumferrocyanid), Arsen (mit^ Zinnchlorür), freieH o S0 4 (wässerige Lösung würde Natriumthiosulfatlösungtrüben, Na 2 S 2 0 3 -|- H 2 S0 4 = S + S0 2 -j- Na 2 S0 4 + H 2 0).