Silber und seine Salze. 107
gestelltes basisches Carbonat von der Zusammensetzung(CuC0 3 ) 2 .Cu(OH) 2 .
Kupfernitrat, Cu(N0 3 ) 2 -j-6H 2 0, Cuprum nitricum,wird durch Lösen von Kupfer in Salpetersäure dargestellt;dunkelblaue Kristalle, die in Wasser und Alkohol sich leichtlösen.
Kupferarsenit, Cu(As0 2 ) 2 , Arsenigsaures Kupfer,entsteht beim Fallen einer Kupfersulfatlösung mit arseniierSäure als schön grüner Niederschlag, sog. Scheelesch.esGrün, das früher viel als Farbstoff Verwendung fand.Schweinfurtergrün s. Bd. II.
Silber und seine Salze.
Silber kommt gediegen vor wie auch in Form von Ver-bindungen, von denen erwähnt seien der Silbcrglanz,Ag 2 S, Hornsilber, AgCl, Kotgültigerz, Ag 3 SbS 3 , Fahl-erz (enthält Ag, Fe, Zn, Cu als Sulfantimoniate); fast alleSorten Bleiglanz enthalten, wenn auch oft nur geringeMengen, Silber und dienen daher als Ausgangsmaterial zurGewinnung desselben.
Die Art der Gewinnung des Silbers ist je nach der Zu-sammensetzung der zu verarbeitenden Mineralien eine ver-schiedene. Silbererze, die noch Schwefel, Eisen und Kupferenthalten, werden geröstet, wodurch man als EndproduktEisenoxyd, Kupferoxyd und Silbersulfat erhält; dieses wirdmit Wasser ausgezogen und aus dieser Lösung das Silbermit Kupfer gefällt: Ag 2 S0 4 + Cu = 2Ag + CuS0 4 (Ex-traktionsverfahren).
Das Amalgamationsverfahren wird vielfach inAmerika angewendet. Die Erze werden zunächst mit Koch-salz, Kupfersulfat und Wasser behandelt, die getrockneteMasse dann geröstet, wobei sich Chlorsilber bildet. Diezerkleinerte Masse wird dann in Fässern mit Eisen unterZusatz von Wasser und Quecksilber geschüttelt. Das sichhierbei abscheidende Silber (2 AgCl + Fe = 2 Ag -f- FeCl 2 )wird von dem Quecksilber aufgenommen und aus demAmalgam das Quecksilber abdestilliert.
In silberhaltigen Bleierzen, die sehr wenig Silber ent-halten, wird zunächst durch das sog. Pattinsonierendas Silber angereichert. Das silberhaltige Blei wird ge-