106
Metalle.
wirmen, da die begleitenden Verunreinigungen (Sulfate desEisens, Zinks, Magnesiums) kaum von dem Kupfersulfat zutrennen sind. Man gewinnt das reine Salz durch Lösenvon reinem Kupfer in konzentrierter, heißer Schwefelsäure,Cu + 2H 2 S0 4 = CuS0 4 + S0 2 + 2H 2 0, oder in einem Ge-misch von verdünnter Schwefelsäure und Salpetersäure,3Cu + 3H 2 S0 4 + 2HN0 3 = 3CuS0 4 -f 2NO -f 4H 2 0. Dasso erhaltene unreine Salz kann durch Umkristallisieren ge-reinigt werden oder man fällt es zunächst mit Alkohol ausund kristallisiert das so erhaltene Pulver aus Wasser um.
Blaue, durchsichtige, in trockener Luft wenig ver-witternde Kristalle, in 3.5 Teilen kaltem, in 1 Teil sieden-dem Wasser löslich, in Weingeist unlöslich. Die wässerigeLösung reagiert sauer und gibt mit Bariumnitratlösungeinen weißen, in Salzsäure unlöslichen Niederschlag, mitAmmoniak im Überschuß eine klare, tiefblaue Lösung.
Prüfung. Auf Eisen, Zink, Calcium, Alkalien(0,5 g ausfällen mit H 2 S, das Fiitrat darf mit Ammoniaksich nicht verändern und höchstens l°/ 0 glühbeständigenRückstand ergeben).
Cuprum aluminatum, Kupferalaun, Lapis di-vinus, ist eine aus 17 Teilen Kalialaun, 16 Teilen Kupfer-sulfat, 16 Teilen Kaliumnitrat und 1 Teil Kampfer be-stehende Schmelze; hellgrünh'ch-blaue, nach Kampfer rie-chende Stücke oder Stäbchen, in 16 Teilen Wasser bis aufeinen geringen Rückstand löslich.
Cuprum sulluricum ammoniatum, CuS04-)-4:NH3-f- H2 0; man löst 1 Teil gepulvertes Kupfersulfat in3 Teilen Ammoniakflüssigkeit, fügt dann 6 Teile Weingeisthinzu und sammelt den tiefblauen Niederschlag; man läßtihn abtropfen, ohne ihn auszuwaschen, und trocknet beigewöhnlicher Temperatur.
Kupfercarbonat, CuCOa, ist nicht bekannt; basischeCarbonate sind der Malachit und Kupferlasur, s. S. 103.Künstlich erhält man das Cuprum hydrico-carboni-eum durch Fällen von Kupfersulfat mit Natriumcarbonatin der Hitze; es bildet ein bläulich-grünes, luftbeständiges,in Wasser und Weingeist unlösliches Pulver, das die Zu-sammensetzung CuC0 3 .Cu(OH) 2 besitzt. Das als Farbeverwendete Bergblau ist ebenfalls ein künstlich dar-