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1 (1914) Anorganische Chemie
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87
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Calcium und seine Salze.

mit Wasser und Filtrieren, durch Ammoniumoxalat-lösung ein weißer Niederschlag hervorgerufen wird.

Bestimmung des Gehaltes an wirksamem Chlors. Bd. III.

Chlorkalk ist eines der am meisten gebrauchten Des-infektionsmittel. Für sich allein entwickelt er an feuchter

/0C1Luft schon Chlor, vielleicht nach der Gleichung Ca/

X C1-f-H,0 = 2CI-f- Ca(OH) 2 ; eine reichliche Chlorentwicklungerreicht man beim Übergießen mit Säuren (verd. Schwefel-säure, Salzsäure, Essig: Pumigatio chlori).

/OC1Ca< + CaCl, + 4HCl = 2CaCl, + 2H,,0 + 4Cl.\OClCa(C10) 2 -f CaCl 2 -f 2H 2 S0 4 = 2CaS0 4 + 2HC1 -f 2HCIO,2 HCIO -f 2HC1 = 4 Cl + 2 H 2 0.

Auch zur Darstellung anderer Gase kann der ChlorkalkAnwendung finden, mit Wasserstoffsuperoxyd gibt er Sauer-stoff:

Ca (C10) 2 + H 2 0 2 = CaCl 2 + H 2 0 + 30.

Mit Ammoniak entwickelt er Stickstoff:

/0C13Ca< + 2NH 3 = 3CaCl 2 + 3H 2 0 4-2N.\C1Calciumsulüiydrat, Ca(SH) 2 , wird dargestellt, indemman Schwefelwasserstoff im Überschuß in Kalkmilch ein-leitet. Die Lösung ist ein Reagenz auf Chloralhydrat.

Calciumsulfid, CaS, ist Nebenprodukt bei der Dar-stellung der Soda nach Leblanc; über seine technischeVerarbeitung auf Schwefel und Natriumthiosulfat s. S. 19,71, 76.

Calciumpentasulfid, Fünffachschwefelcalcium,CaS-, ist ein Zwischenprodukt bei der Darstellung des Sulfurpraeeipitatum (s. S. 21).

Schwefelsaures Calcium, CaS0 4 , kommt in derNatur vor als Gipsstein, Anhydrit, Alabaster, Marien-