Metalle.
glas. Künstlich stellt man Calciumsulfat dar durchFällen von Chlorcalciumlösung mit verdünnter Schwefel-säure ; so dargestellter Gips heißt Annalin.
CaCI 2 -f- H 2 S0 4 = CaS0 4 + 2 HCl.Gips ist in Wasser schwer löslich, ein Teil desselbenerfordert zur Lösung 400 Teile Wasser; diese ge-sättigte Lösung ist das Gipswasser.
Der natürlich vorkommende wie auch der gefällte Gipsenthält 2 Moleküle Kristallwasser; erhitzt man ihn auf150°—160°, so geht er unter Wasserverlust über in CaS0 4-}- 1 / 2 H 2 0, den gebrannten Gips, der als CalciumSiilfuricum ustum offizinell ist. 2 Teile gebrannterGips sollen nach dem Vermischen mit 1 Teil Wasserinnerhalb 10 Minuten erhärten. Wird beim Brennenvon Gips die Temperatur von 160° erheblich über-schritten, so gibt er sein Kristallwasser vollständigab; solcher Gips hat die Eigenschaft, beim Anreibenmit Wasser wieder zu erhärten, verloren, „totge-brannter Gips".
Calciumnitrat, Salpetersaures Calcium, Ca(N0 3 ) 2-j-4H 2 0, wittert in Viehställen häufig an den Wänden aus,,,Mauersalpeter". Es wird künstlich aus Calciumcarbonatund Salpetersäure sowie aus Kalkmilch und Luftsalpeter-säure gewonnen, vgl. S. 34. Es ist in Wasser und Alkohollöslich und findet Anwendung als Düngemittel.
Calcium hypophosphorosum, Unterphosphorig-saures Calcium, Ca(H 2 P0 2 ) 2 , entsteht neben Phosphor-wasserstoff bei der Einwirkung von gelbem Phosphor aufKalkmilch in der Wärme:
8P + 3Ca(OH) 2 + 6H 2 0 = 3Ca(H 2 P0 2 ) 2 -f 2PH 3 .
Weiße Kristalle oder Pulver, löslich in 8 Teilen Wasser;es dient zur Darstellung von Natriumhypophosphit.
Prüfung. Auf H 3 P0 4 , C0 2 , H 2 SC 4 (es löse sich klarin Wasser), Barium (mit Gipswasser), Schwefelsäure(mit Bariumnitrat), Phosphorsäure, phosphorige