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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalle.

Gehaltsbestimmung s. Bd. III. Calciumhydroxyd istin kaltem Wasser leichter löslich als in heißem, daher trübtsich gutes, gesättigtes Kalkwasser beim Kochen.

Calcium Chlorid, CaCl 2 , Chlorcalcium, wird beivielen chemischen Prozessen als Nebenprodukt gewonnen;so bei der Darstellung von Kohlendioxyd aus Marmor undSalzsäure. Bei der Darstellung der Soda nach Solvaybildet es, wie schon dort (S. 76) hervorgehoben wurde, daseinzige Nebenprodukt. Aus Wasser kristallisiert es mit6 Molekülen Kristallwasser. Vielfache Anwendung findenwegen ihrer Hygroskopizität das Calcium chloratumfusum, das völlig wasserfrei ist, und das Calciumchloratum granulatum, welches durchschnittlich noch2 Moleküle Wasser enthält, zum Trocknen von Gasen,festen und flüssigen Verbindungen, zum Auffangen desWassers in der Elementaranalyse.

Calcaria chlorata, Chlorkalk, wird durch Überleitenvon Chlor über trockenes Calciumhydroxyd bis zur Sättigungdargestellt. Vielleicht verläuft die Reaktion nach derGleichung

2Ca(OH) 2 + 4C1 = [Ca(C10) a -f CaCl 2 ] -f 2H 2 0,so daß man im Chlorkalk ein Gemisch von Chlorcalciumund unterchlorigsaurem Calcium neben stets vorhandenem,unverändertem Calciumhydroxyd vor sich hätte. Nachanderer Ansicht soll der wirksame Bestandteil ein Salz von

.OC1der Zusammensetzung Ca; sein, so daß die Reaktion

xa

vielleicht nach der Gleichung

/OC1Ca( 0H) 2 -f 2 Cl = Ca< + H 2 0

M31verlaufen könnte.

Weißes oder weißliches Pulver von chlorähnlichem

Geruch, in Wasser nur teilweise löslich. 100 Teile

enthalten mindestens 25 Teile wirksames Chlor. Er

gibt auf Zusatz von Essigsäure unter reichlicher Chlor-

entwicklimg eine Lösung, in welcher, nachdem Verdünnen