Kalium und seine Salze.
Kaliumbromid,
man Brom in heiße
KBr, wirdkonzentrierte
Nach der Gleichung
dargestellt, indemKalilauge einträgt.
6Br + 6KOH = 5 KBr -f KBr0 3 + 3 H 2 0
entstellt Bromkalium neben bromsaurem Kalium. DieLösung wird mit Kohlepulver gemischt, zur Trockene ver-dampft und der Bückstand geglüht, wobei nach derGleichung KBr0 3 -f 3C = KBr-f 3CO das bromsaure Ka-lium reduziert wird. Die geglühte Masse wird mit Wasserausgezogen und das beim Eindampfen gewonnene Salz durchUmkristallisieren gereinigt.
Nach einem zweiten Verfahren fügt man zu Eisenpulver,das mit Wasser angeschüttelt ist, unter guter Kühlung zu-nächst allmählich in kleinen Portionen so viel Brom, daßEisenbromür EeBr 2 entsteht; dann gibt man zu dem Eiltratnoch so viel Brom hinzu, daß sich EisenbromürbromidFe 3 Br s bildet.
Fe -f 2 Br = FeBr,; 3 FeBr 2 -f 2 Br = Fe 3 Br 8 .
Die Lösung kocht man dann mit der berechnetenMenge Kaliumoarbonat, wobei nach der Gleichung Fe 3 Br g -[-4K 2 C0 3 + 4H 2 0 = 8KBr + 4CO ? -|-Fe3(OH) 8 das Eisen inForm eines kompakten, gut abzutiltrierenden Niederschlagesvon Eisenoxyduloxydhydrat sich absetzt. Würde man dasEisenbromür mit Kaliumoarbonat umsetzen, erhielte maneine schlammige Abscheidung von Ferrocarbonat, die nursehr schwer sich filtrieren ließe.
Bei der Darstellung im großen benutzt man meist dasBromeisen, das in Staßfurt durch Aufleiten von Brom aufEisenabfälle erhalten wird.
Kalium bromatum, Kaliumbromid, bildetweiße, würfelförmige, glänzende, luftbeständige Kristalle,in. 2 T. Wasser und in etwa 200 T. Weingeist löslich.Die wässerige Lösung färbt, mit wenig Chlorwasserversetzt und hierauf mit Äther oder Chloroform ge-schüttelt, diese rotbraun; mit Weinsäurelösung ver-setzt, scheidet sie nach einiger Zeit einen weißen,kristallinischen Niederschlag aus.