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1 (1914) Anorganische Chemie
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Phosphor.

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säure H 4 P 2 0 7 , diese unter nochmaliger Abgabe von Wasserin Metaphosphorsäure über.

2H 3 P0 4 -

= 2HP0,

Um diese beiden Säuren wieder in Orthophosphorsäurezurückzuverwandeln, kocht man den Rückstand einige Zeitmit Wasser und verdünnt dann die Lösung weiter mitWasser bis zum bestimmten spezifischen Gewicht.

Bei der Darstellung der Phosphorsäure in der chemischenTechnik verbrennt man zunächst Phosphor zu Phosphor-pentoxyd in Apparaten, die nach dem Prinzip unsererPetroleumlampen arbeiten, geschmolzener Phosphor saugtsich in Asbestdochten in die Höhe, wird dann verbrannt,und die Verbrennungsprodukte werden dann, nachdem siemit wenig Salpetersäure zu Ende oxydiert sind, wie obenbeschrieben, weiter verarbeitet. Außer durch direkteOxydation von Phosphor werden bedeutende Mengen Phos-phorsäure auch durch Zersetzung von Calciumphosphat(aus Knochenasche) mit Schwefelsäure gewonnen.

Diese so gewonnene Säure, Acidum phosphoricum exossihus, enthält jedoch fast immer geringe Mengen vonCalciumsulfat und ist deshalb vom pharmazeutischen Ge-brauch ausgeschlossen.

Acidum phosphoricum, Phosphorsäure, isteine klare, färb- und geruchlose Flüssigkeit, sie ent-hält etwa 25 0 / H 3 P0 i ; spez. G. = 1,153 1,155.

Phosphorsäure gibt, nach dem Neutralisieren mitNatriumcarbonatlösung, mit Silbernitrat einen gelben,in Ammoniakflüssigkeit und in Salpetersäure löslichenNiederschlag von tertiärem Silberphosphat Ag 3 P0 4 .

Prüfung. Auf Chloride (mit Silbernitrat), aufphosphorige Säure (Silbernitrat wird beim Erwärmenzu bräunlich-schwarzem Silber reduziert), Metalle (mitH 2 S), Arsen (mit Zinnchlorür), auf Salpetersäure undHN0 2 (mit H 2 S0 4 und FeS0 4 ), auf Schwefelsäure (mitBariumnitrat), auf Calcium (mit Ammonoxalat), auf