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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalloide.

Die Basizität richtet sieh nach der Anzahl der OH-Gruppen; von der Orthophosphorsäure leiten sich 3 Reihenvon Salzen ah, je nachdem 1, 2 oder alle 3H-Atome ver-treten sind.

NaH 2 P0 4 , primäres, einbasisches, zweifach saures Salz.Na 2 HP0 4 , sekundäres, zweibasisches, einfach saures Salz.Na 3 P0 4 , tertiäres, dreibasisches, neutrales Salz.

Unterphosphorige Säure, Acidum hypophosphoro-sum, H 3 1 J 0 2 , findet in Form einiger ihrer Salze arznei-liche Anwendung. Die Alkalisalze derselben entstehen nebendem gasförmigen Phosphorwasserstoff PH 3 beim Erwärmenvon gelbem Phosphor mit Alkalilaugen nach der Formel:

4 P + 3 NaOH + 3 H 2 0 = 3 NaH 2 P0 2 -f PH 3 .

Die unterphosphorige Säure ist eine einbasischeSäure, nur das Wasserstoffatom der Hydroxylgruppe istdurch Metalle vertretbar, das Calciumsalz hat also dieFormel Ca(P0 2 H 2 ) 2 . Weiteres über die Salze siehe S. 74und 88.

Die offizinelle Phosphorsäure H 3 P0 4 wird direkt ausPhosphor dargestellt.

Darstellung der Phosphorsäure aus Phosphor.Man erwärmt 1 Teil Phosphor mit etwa 13 Teilen 30°/ 0 iger(nicht stärkerer!) Salpetersäure so lange auf 60°70°, bisaller Phosphor gelöst ist. Nimmt man die Salpetersäurekonzentrierter, so findet leicht Entzündung des Phosphorsstatt. Ist aller Phosphor zu Phosphorsäure oxydiert, wasman daran erkennt, daß eine Probe der Lösung Kalium-permanganat nicht mehr entfärbt, so verjagt man durchErhitzen in einer Porzellanschale den Überschuß der Sal-petersäure, löst den Rückstand in der mehrfachen MengeWasser und fällt mit Schwefelwasserstoff in der Hitze dieArsensäure aus. (Phosphor ist nur selten ganz frei vonArsen!) Man filtriert, nachdem man 23 Tage lang hatabsetzen lassen, von dem Schwefelarsen ab, dampft dasFiltrat ein und glüht den Rückstand, um die fast immervorhandenen geringen Mengen von Schwefelsäure zu ent-fernen. Hierbei geht die Phosphorsäure zum Teil unter Ab-gabe ihres Konstitutionswassers zunächst in Pyrophosphor-