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1 (1914) Anorganische Chemie
Entstehung
Seite
37
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Phosphor.

Wasser erwärmt, schmilzt er bei 44°, an der Luftraucht er unter Verbreitung eines eigentümlichen Ge-ruches, er entzündet sich leicht und leuchtet imDunkeln (daher hat er auch den Namen von <pmgLicht, tpöQog Träger). Bei längerer Aufbewahrungwird er rot, bisweilen auch schwarz. Er ist unlöslichm Wasser, leicht löslich in. Schwefelkohlenstoff, schwerlöslich in fetten und ätherischen ölen, wenig löslichm Weingeist und in Äther. Gelber Phosphor istaußerordentlich giftig, durch ihn verursachte Brand-wunden heilen nur sehr schwer, weshalb bei seinerHandhabung die größte Vorsicht geboten ist.

Er soll unter Wasser aufbewahrt werden; dasGlasgefäß selbst stelle man in eine zum Teil mit Sandgefüllte Blechbüchse.

Erhitzt man den gelben Phosphor unter Abschlußder Luft in einer Kohlendioxvdatmosphäre, so gehter in die sog. rote Modifikation über, die ganz andereEigenschaften zeigt als der gewöhnliche Phosphor.Zum Unterschied von diesem ist der rote Phosphornicht giftig, nicht selbstentzündlich, unlöslich inSchwefelkohlenstoff, auch leuchtet er im Dunkeln nicht.

Von den Säuren des Phosphors sind hervorzuhebendie imterphosphorige Säure H 3 P0 2 , die MetaphosphorsäureHP0 3 , die Pyrophosphorsäure H 4 P 2 0 7 und die Ortho-phosphorsäure H3PO4.

/OH0 = P^OH 0 =\0H

.OH

0=P-

v

Ortho-phosphor-säure

Meta-phosphor-säure

OHOH

>

0 = POH

\0HPyro-phosphor-säure

0 =

/OH

:P^-H

\H

Unter-phosphorigeSäure