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Metalloide.
Vorkommen. Phosphor kommt nur gebunden in derNatur vor, namentlich als Phosphorit Ca 3 (P0 4 ) 2 und alsApatit Ca 3 (P0 4 ) 2 -f- CaCl 2 oder CaFl 2 ; Phosphate findensich in jedem Ackerboden vor, gelangen von dort in diePflanzen und dienen zum Aufbau des tierischen Knochen-gerüstes, das zum großen Teil (ca. 60°/ 0 ) aus tertiäremCalciumphosphat besteht.
Darstellung: 1. Zur Gewinnung von Phosphor ausKnochen wird diesen zunächst mit Benzin oder Schwefel-kohlenstoff das Fett entzogen; durch Kochen mit Wasserentzieht man hierauf die Leimsubstanzen und brennt siedann in Flammöfen weiß. Die so gewonnene Knochen-asche, die wesentlich tertiäres Calciumphosphat, Ca 3 (P0 4 ) 2 ,enthält, wird mit 2 / 3 des Gewichts konzentrierter Schwefel-säure erhitzt, wodurch Gips und primäres CalciumphosphatCa(H 2 P0 4 ) 2 , das in Wasser löslich ist, entstehen.
Ca 3 (P0 4 ) 2 + 2H 2 S0 4 = 2CaS0 4 -f Ca(H 2 P0 4 ) 2 .
Die Lösung wird abfiltriert, mit Holzkohle versetzt, ein-gedampft und der Rückstand zur Rotglut erhitzt, wobei unterFreiwerden von Wasser Calciummetaphosphat sich bildet.Ca(H 2 P0 4 ) 2 = Ca(P0 3 ) 2 -j- 2H 2 0.
Das Calciummetaphosphat wird dann unter weitcremZusatz von Kohle bis zur Weißglut erhitzt, wobei ein Teildesselben zu Phosphor reduziert, ein anderer Teil in Ortho-phosphat zurückverwandelt wird.
3 Ca(P0 3 ) 2 + 10 C = 4 P + 10 CO + Ca 3 (P0 4 ) 2 .
Der so gewonnene unreine Phosphor wird durch noch-malige Destillation gereinigt und dann in Stangen gegossen.
2. Neuerdings gewinnt man den Phosphor auf bequemereWeise, indem man ein Gemisch von Calciumphosphat,Kohle und Sand im elektrischen Ofen erhitzt:
Ca 3 (P0 4 ) 2 -f 5 C -|- 3 Si0 2 = 2P + SCO + 3 CaSi0 3 .
Auf diesem Wege wird der gesamte in dem Phosphatenthaltene Phosphor gewonnen.
Phosphor existiert in mehreren Modifikationen, vonwelchen der gelbe offizineil ist.
Phosphorus, Phosphor, bildet weiße oder gelb-liche, wachsglänzende, durchscheinende Stücke. Unter