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Metalloide.
das Destillat bei der Prüfung mit Silbernitrat sich frei vonSalzsäure erweist.
Die Zersetzung der Salpetersäure in niedere Stickoxydewird auf ein sehr geringes Maß reduziert, wenn man dieDestillation im Vakuum vornimmt. Die Umsetzung gehtdann schon bei 100° vor sich, während man bei Atmo-sphärendruck bis 200° gehen muß.
Neuerdings gewinnt man Salpetersäure aus Luft; Sauer-stoff und Stickstoff vereinigen sich in der Hitze des Flammen-bogens eines elektrischen Stromes von großer Spannung zu-nächst zu Stickoxyd NO, das weiter durch den Luftsauer-stoff N0 2 gibt. Dieses zersetzt sich mit Wasser in Salpeter-säure und Stickoxyd, 3N0 2 + H 2 0 = 2HN0 3 + NO. DasVerfahren dient namentlich zur Gewinnung von Calcium-nitrat, das als Düngemittel an Stelle des Chilisalpeters, derviel teurer ist, verwendet wird.
Acidum nitlicum, Salpetersäure, ist eine klare,farblose, in der Wärme flüchtige Flüssigkeit, sie ent-hält 24,8—25,2°/ 0 HN0 3 ; spez. G. 1,149—1,152. Sielöst Kupfer in der Wärme unter Entwicklung gelb-roter Dämpfe zu einer blauen Flüssigkeit auf.
Prüfung. Auf Metalle (mit H 2 S), Salzsäure (mitAgN0 3 ), Schwefelsäure (mit Bariumnitrat), Eisen (mitKaliumferrocyanid). auf Jodsäure, aus dem Chilisalpeterstammend (die mit Wasser verdünnte, mit Zinkfeile kurze Zeitin Berührung gelassene Säure, soll beim Schütteln mit Chloro-form dieses nicht violett färben, HJ0 3 -\- 5H = J-j- 3H 2 0).Gehaltsbestimmung s. Bd. III.
Acidum nitricumconcentratum, KonzentrierteSalpetersäure, enthält bei einem spez. G. 1,31750°/ 0 HN0 3 ; gelbliche, rauchende Flüssigkeit; die100°/ o ige Säure hat da3 spez. G. 1,520 und siedetbei 86°.
Acidum nitricum crudum, Rohe Salpeter-säure, ist eine klare, farblose oder gelblich gefärbte,an der Luft rauchende, beim Erwärmen ohne Rück-