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1 (1914) Anorganische Chemie
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Stickstoff.

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salpetrigsaurem Kalium (Kaliumnitrit) mit Salzsäurean, so zerfällt die frei werdende salpetrige Säure so-fort in Wasser und Stickstofftrioxyd N 2 0 3 .

Die weitaus wichtigste Säure des Stickstoffs istdie Salpetersäure, HN0 3 . Sie kommt in Form vonSalzen (der Nitrate) in großen Mengen in der Naturvor, und zwar hauptsächlich als Kaliumnitrat, Kali-salpeter, in Indien und als Natronsalpeter, in Chileund Peru. Calciumnitrat bildet sich bei der Fäulnisvon Harn bei Gegenwart von Kalk (der sog. Mauer-salpeter in Viehställen).

Die Darstellung der Salpetersäure geschieht nach zweiVerfahren, entweder dient als Ausgangsmaterial der Chili-salpeter oder man benutzt in neuerer Zeit den Luftstickstoff.

Bei der Darstellung der Salpetersäure aus ChilisalpeterNaN0 3 erhitzt man diesen mit konz. Schwefelsäure, undzwar nimmt man die Gewichtsverhältnisse so, daß auf1 Molekül NaN0 3 1 Molekül KßO^ kommt.

NaNO-3 -f H 2 S0 4 = HN0 3 + NaHS0 4 .

Nimmt man die Verhältnisse so, daß auf 2 MoleküleNatriumnitrat 1 Molekül Schwefelsäure kommt, entsprechendder Formel

2 NaNO-3 + H 2 S0 4 = 2HN0 3 -f Na 2 S0 4 .so steigt die Temperatur während der Destillation so hoch,daß ein Teil der Salpetersäure nach der Gleichung

2 HNO3 = 2 N0 2 + 0 -f H 2 0zersetzt wird; dieses N0 2 bleibt zum Teil in der über-destillierenden Säure gelöst, und man erhält so die rote,rauchende Salpetersäure (S. 35).

Auch die nach dem ersteren Verfahren erhaltene Sal-petersäure enthält noch geringe Mengen StickstoffdioxydNOo gelöst; sie wird von diesen durch Erhitzen oder durchDurchleiten eines Luftstromes befreit. Enthält der an-gewandte Salpeter Chlornatrium, so findet sich in den zu-erst übergehenden Anteilen des Destillates Salzsäure, manfängt die Salpetersäure in diesem Fall erst dann auf, wennMannheim, Pharmazeutische Chemie. I. 3

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