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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalloide.

Wasser oft ohne jede Veranlassung mit furchtbarer Gewaltsich versetzt. Ähnlich reagiert mit Ammoniak das Bromunter Bildung von explosivem, ölartigem Bromstickstoff,NBr 3 , und das Jod unter Bildung von explosivem Jod-stickstoff, NJ 3 , ein schwärzliches Pulver, das auch beiÜberschuß von Ammoniak entsteht. Man hüte sich dahervor Mischungen von Ammoniak mit Chlorwasser, Brom-wasser und Jodtinktur.

Sauerstoffverbindungen des Stickstoffs.

Von den Verbindungen des Stickstoffs mit Sauer-stoff hat das Stickoxydul N 2 0 und das Stickstoff-trioxyd N 2 0 3 pharmazeutische Wichtigkeit. Stickoxydulbildet ein Gas, das, einige Zeit eingeatmet, Bewußt-losigkeit erzeugt und daher als Betäubungsmittel beikleineren Operationen angewendet wird (Lachgas oderLustgas).

Stickoxydul entsteht beim Erhitzen von Animonium-

nitrat:

NH 4 N0 3 = N 2 0 + 2H 2 0.

Farbloses, geruchloses Gas, das durch genügend großenDruck sich zu einer Flüssigkeit verdichtet und so in denHandel kommt.

Stiekstofftrioxyd, N 2 0 3 , Salpetrigsäureanhydrid,entsteht beim Erwärmen von Salpetersäure mit arsenigerSäure oder Stärke:

2 HNO3 + As 2 0 3 = As 2 0 6 + N 2 0 3 + H 2 0.

Braunes Gas, das zur Darstellung von Amylnitrit dient.

Stickstoff bildet mit Sauerstoff drei Säuren:

(HNO) 2 , untersalpetrige Säure,HN0 2 , salpetrige Säure,HN0 3 , Salpetersäure.Untersalpetrige Säure und salpetrige Säure sindfrei nicht bekannt. Säuert man eine Lösung von