Selen. Stickstoff.
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bildet eine an der Luft rauchende, dicke, ölige Flüssig-keit vom spez. G. 1,850—1,900.
Thioseliwefelsäure, H 2 S 2 0 3 , ist nur in Lösung und inForm von Salzen bekannt, von denen das bei weitemwichtigste, das Natriumthiosulfat, S. 71 besprochen ist
Tetrathionsäure, H 2 S 4 0 6 ist nur in Lösung in Formvon Salzen bekannt; siehe S. 72.
Selen.
Selen, ein Element, das dem Schwefel sehr nahe stehtund häufig in dessen Erzen sich vorfindet, wurde vonBerzelius in dem Schlamm aufgefunden, der bei der Dar-stellung der Schwefelsäure nach dem Bleikammerverfahrenauf dem Boden der Kammern sich absetzt. Seine Ver-bindungen sind denen des Schwefels ganz analog zusammen-gesetzt. Wird zur Darstellung von Schwefelsäure selen-haltiger Schwefelkies benutzt, so wird die Schwefelsäuremit seleniger Säure H 2 Se0 3 oder auch mit SelensäureH 2 Se0 4 verunreinigt, auf welche man in folgender Weiseprüft. Man löst einige Körnchen Natriumsulfit in 2 ccmSalzsäure und schichtet diese Lösung auf 2 ccm konz.Schwefelsäure; es darf weder eine rötliche Zone noch beimErwärmen ein roter Niederschlag sich abscheiden. Durchdie frei werdende schweflige Säure wird selenige Säureschon bei gewöhnlicher Temperatur zu rotem elementaremSelen reduziert; Selensäure wird erst in der Wärme zuseleniger Säure, dann zu Selen reduziert.
H 2 Se0 3 + 2S0 2 -f- H 2 0 = Se 4-2Hs$Q 4 ,H 2 Se0 4 -f S0 2 4- H 2 0 = H 2 Se0 3 -f H 2 S0 4 .
Man verdünnt am besten die Schwefelsäure vorher mitder gleichen Menge Wasser.
Stickstoff.
Von den Wasserstoffverbindungen des Stickstoffsist die am längsten bekannte und die bei weitem