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Metalloide.
wichtigste das Ammoniak NH 3 ; ersetzt man imAmmoniak NH 3 ein Wasserstofiatom durch eineHydroxylgruppe, so erhält man die Verbindung NH 2 OH,das Oxyammoniak oder Hydroxylamin, eineBase, deren salzsaures Salz in neuerer Zeit arzneilicheAnwendung findet.
Ammoniak, NH 3 , kommt an Säuren, vornehmlichSalpetersäure, gebunden in Spuren vor in der Luft,im Erdboden und in unreinen Wässern. In großerMenge entsteht es bei der Verwesung und Fäulnisstickstoffhaltiger organischer Substanzen an der Luft.So gewann man in früherer Zeit in Ägypten in derNähe des Tempels des Jupiter Amnion unreines Am-moniumchlorid durch Verbrennen von Kamelmist;daher rührt auch der Name Sal Ammoniacum fürSalmiak und unser heutiges Wort Ammoniak.
Zurzeit kommt für die technische Gewinnung desAmmoniaks nur die aus Steinkohlen in Betracht. Dieseenthalten etwa 1,3—1,5°/ 0 Stickstoff, der bei der trockenenDestillation der Steinkohlen, bei der Leuchtgasfabrikation,z. T. in Ammoniak, z. T. in Cyanwasserstoff und in Rhodan-wasserstoff übergeht. Das Ammoniak ist z. T. in dem wäs-serigen Destillat, dem Ammoniakwasser, enthalten, teilsbleibt es dem rohen Leuchtgas beigemischt, dem es durchWaschen mit Wasser entzogen wird. Aus den vereinigtenWässern macht man das gesamte Ammoniak durch Destillationmit Kalkmilch frei, leitet es, um es von Kohlensäure, H 2 Sund teerigen Verunreinigungen zu befreien, durch Ätzkalkund Holzkohlefilter und fängt es in Wasser, verdünnter Salz-säure oder Schwefelsäure auf.
Liquor Ammonii caustici, Salmiakgeist, isteine Lösung von Ammoniakgas in Wasser; klare,stark alkalische Flüssigkeit von stechendem Geruch;bei Annäherung eines mit Salzsäure befeuchteten Glas-