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Metalloide.
konzentrierter Schwefelsäure dar. Die Pyroschwefel-säure kann aufgefaßt werden als ein extramolekularesAnhydrid der Schwefelsäure:
2H 2 S0 4 — H 2 0:
■ H 2 S 2 0 7 ,
SO,
oder als eine Verbindung von Schwefeltrioxyd
mit konzentrierter Schwefelsäure:
S0 3 + H 2 S0 4 ==H 2 S 2 0 7 .
Früher, schon um 1525, gewann man rauchende Schwefel-säure namentlich in Nordhausen am Harz und in Böhmendurch Erhitzen von geröstetem Eisenvitriol in Tonretorten.
6FeS0 4 + 30 = Fe 2 0 3 -f 2Fe 2 (S0 4 ) 3 ;Fe 2 (S0 4 )3 = Fe 3 0 3 + 3S0 3 .
Eisenvitriol geht zunächst über in Ferrisulfat, das inder Glühhitze in S0 3 und Pe 2 0 3 zerfällt. Das abdestillierteSchwefeltrioxyd wurde in konzentrierter Schwefelsäure ge-löst. Läßt man den Eisenvitriol an feuchter Luft vorhersich oxydieren, so entsteht zunächst basisches Ferrisulfat,das bei der Destillation sofort Pyroschwefelsäure liefert.
Fe 2 (S0 4 ) 2 (0H) 2 = Fe 2 0 3 + H 2 S 2 0 7 .
Nach diesen Methoden stellte man früher in Nordhausenauch die Schwefelsäure dar, indem man das Destillat inWasser auffing; daher rührt auch noch die Bezeichnung,Vitriolöl für Schwefelsäure; vgl. S. 26.
Das nach diesem Verfahren als Nebenprodukt ge-wonnene Eisenoxyd findet als Anstrichfarbe Verwendung,Caput mortuum, Totenkopf, Colcothar, Pariser-rot, Englischrot, Terra anglica rubra; s. S. 128.
Zurzeit stellt man rauchende Schwefelsäure dar, in-dem man nach dem Kontaktverfahren (S. 26) gewonnenesSchwefeltrioxyd in konzentrierter Schwefelsäure löst.
Eeine Pyroschwefelsäure H 2 S 2 0 7 bildet bei 35°schmelzende Kristalle, die sich in Wasser unter Er-hitzen lösen. Die rauchende Schwefelsäure des Handels,deren Gehalt an Pyroschwefelsäure 40—75 °/ 0 beträgt,