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Metalloide.
bis zum 15. Jahrhundert durch Destillation von ver-wittertem und dann geröstetem Eisenvitriol oder Alaungewonnen (s. S. 28). Heute wird sie technisch ingroßem Maßstabe entweder nach dem Bleikammer-verfahren oder nach dem Kontaktverfahren dar-gestellt.
Nach dem Bleikammerverfahren röstet man Pyrit oderKupferkies oder man verbrennt Schwefel im Luftstromund leitet das Schwefeldioxyd durch den Gloverturm (einBleiturm, der innen mit Schamottehohlzylindern angefülltist) hindurch in die Bleikammern, 1000—2000 cbm fassende,innen mit Bleiplatten ausgekleidete Räume. Das Schwefel-dioxyd trifft hier mit Salpetersäure, Luft und Wasser zu-sammen und wird zu Schwefelsäure oxydiert; die Salpeter-säure wird reduziert zu NO, N 2 0 3 und N0 2 , Gasen, diebei Gegenwart von Sauerstoff und Wasser Schwefeldioxydvon neuem zu Schwefelsäure zu oxydieren vermögen. DerReaktionsverlauf ist in allen seinen Einzelheiten noch nichtbekannt; jedenfalls verläuft eine ganze Reihe von Reak-tionen nebeneinander, die sich zum Teil durch die folgen-den Schemata erklären lassen.
I.
2FeS 2
110 =
NO,
NO
-S0 2 + H 2 0==H 2 SCNO-f 0 = N0 2 .verbindet sich mit Sauerstoff
-4S0 2
f-2N0 2
J-NO
immer wieder zu
N0 2 , das mit S0 2 undNO liefert.
wieder Schwefelsäure neben
II.
2S0 2 + 2HN0 3 + H 2 0 = 2H 2 S0 4 -f N 2 0 3N 2 0 3 + S0 2 + H 2 0 = H 2 S0 4 + 2NO2N0 4-0 = N 2 0 3 .
Nach dieser Gleichung soll sich das NO wieder zuN 2 0 3 regenerieren, das dann mit S0 2 und H 2 0 wiederSchwefelsäure und NO gibt.