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1 (1914) Anorganische Chemie
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Schwefel.

trioxyd S0 3 . Von den Säuren des Schwefels sindwichtig:

H 2 S0 3 schweflige Säure,

H 2 S0 4 Schwefelsäure,

H 2 S 2 0 7 Pyroschwefelsäure, Dischwefelsäure,

H 2 S 2 0 3 Thioschwefelsäure,

H 2 S 4 0 6 Tetrathionsäure.

Die Schweflige Säure H 2 S0 3 ist frei nicht be-kannt. Die Lösung ihres Anhydrides S0 2 in Wasserwird erhalten, indem man Kupferspäne mit kon-zentrierter Schwefelsäure erhitzt und das sich ent-wickelnde Gas S0 2 in kaltes Wasser leitet.

Cu -f 2H 2 S0 4 = S0 2 -f CuS0 4 -f 2H 2 0.Die wässerige Lösung riecht stechend (nach ver-branntem Schwefel) wie das Gas selbst. Sie wird alsReagens verwendet. Da die Lösung aber nur kurzeZeit haltbar ist, schreibt das Arzneibuch vor, daßman im Bedarfsfalle eine frisch bereitete 10°/ 0 ige Lösungvon Natriumsulfit mit verdünnter Schwefelsäure an-säuern soll.

Na 2 S0 3 + H 2 S0 4 = [SO a + H 2 0] + Na,B0 4 .

SchweMtrioxyd,S0 3 ,Sohwefelsäureanhydrid,wird nach dem sog. Kontaktverfahren hergestellt.Man leitet Schwefeldioxyd S0. 2 zusammen mit Luft(s. S. 26) über platzierten Asbest oder Eisenoxyd,wobei S0 2 und 0 sich zu S0 3 vereinigen. Weiße,sehr hygroskopische Masse, die sich in Wasser leichtunter Erhitzen löst und zur Darstellung von rauchen-der Schwefelsäure und von Schwefelsäure dient, s. S. 26.

Acidum sulfuricum, Schwefelsäure, H 2 S0 4 .Diese wichtigste aller Säuren des Schwefels wurde