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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalloide.

stehen Wasserstoffpolysulfide, die dem Präparat einennur sehr schwer zu beseitigenden, üblen Geruch er-teilen würden.

Nach der Fällung wird der Schwefel gesammelt,mit Wasser wiederholt gewaschen, bis alles Löslicheentfernt ist, und dann bei gelinder Wärme getrocknet.

Gefällter Schwefel ist ein feines, gelblich weißesPulver, leicht löslich in Schwefelkohlenstoff.

Prüfung. Auf freie Säure (mit Lackrmispapier),auf HS und HCl (Schütteln mit Wasser, Filtrat darf aufBleiacetat und Silbernitrat nicht einwirken); auf erdigeBestandteile usw. (der Glührückstand betrage höchstens0,5%), auf Arsen (wie Sulf. depurat.).

Sulfur jodatum, Jodschwefel, erhält man durchSchmelzen von Schwefel mit Jod; schwarzgraue, glänzendeStücke, unlöslich in Wasser, an Weingeist gibt er allesJod ab.

Die wichtigste Wasserstoffverbindung des Schwefels istder SchwefelwasserstolT, H 2 S, der als solcher in Gasformoder in Form des Schwefehvasserstoffwassers, Aqua hydro-sulfurata, als vielgebrauchtes Reagens Anwendung findet.So dient er z. B. zur Prüfung von Arzneimitteln auf Schwer-metalle (Kupfer, Blei u. a.); ferner auf Arsen u. a. m.

Schwefelwasserstoff stellt man in der Regel dar, indemman künstlich dargestelltes Schwefeleisen FeS durch Salz-säure im Kippschen Apparat zersetzt.

FeS -f 2 HCl = H 2 S + FeCl 2 .

Das sich bildende Eiscnchlorür bleibt im Wasser ge-löst; das Gas selbst wird nach dem Waschen durch Wasserin kaltes Wasser geleitet, das etwa drei Volumina davonlöst. Sehwefelwasserstoffwasser ist nur kurze Zeit haltbar;durch Einwirkung der Luft zersetzt es sich leicht unter

Abscheidung von Schwefel: H 2 S-|-0 =

-S.

Sauerstoffverbindungen des Schwefels.

Die wichtigsten Sauerstoff Verbindungen des Schwefelssind das Schwefeldioxyd SO und das Schwefel-