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Metalloide.
5. In Nordamerika (Louisiana) rindet sich Schwefel240 Meter tief unter der Erde in einem über 30 Metermächtigen Lager, das 18G5 bei dem Aufsuchen von Petro-leumquellen entdeckt wurde. Um ihn zu gewinnen, treibtman durch das Erdreich hindurch bis zu dem Schwefel-lager drei konzentrische, verschieden weite eiserne Röhren;durch Einblasen von überhitztem Wasser (160°) in dasäußere Rohr bringt man den Schwefel zum Schmelzen; mitHilfe von heißer Druckluft, die durch das innerste Rohrgepreßt wird, und von Pumpwerken bringt man ihn durchdas mittlere Rohr hindurch an die Erdoberfläche und läßtihn dort in mächtige Holzbehälter laufen, wo er erstarrt.Das so gewonnene Produkt enthält über 90% reinenSchwefel.
Nordamerika erzeugte 1908 etwa 7 1 / 2 Millionen, Sizilien1904 über 10 Millionen Zentner Schwefel; große Schwefel-raffinerien sind in Marseille und in Antwerpen.
Das Arzneibuch hat drei verschiedene SortenSchwefel aufgenommen, die sieh lediglich durch ihrenReinheitsgrad unterscheiden.
SulfurSubIimatuin,Flores sulfuris, Schwefel-blumen ist die Handeismarke, wie sie direkt durchSublimation aus dem. Rohschwefel gewonnen wird(S. 19). G-elbes, aus winzig kleinen Oktaedern be-stehendes Pulver, das stets Spuren von Schwefel-säure enthält und infolgedessen Hümprig und feuchterscheint; auch ist es in der Regel noch mit Spurenarseniger Säure, Arsentrisulfid und durch erdige Be-standteile verunreinigt.
Prüfung. 100 Teile Schwefelblumen sollen beim Ver-brennen höchstens 1 Teil Rückstand hinterlassen (erdigeVerunreinigungen).
Sulfur dcpuratum, Gereinigter Schwefel.10 Teile gesiebten Rohschwefel reibt man mit 7 TeilenWasser und 1 Teil Salmiakgeist sehr gut an und läßtunter häufigem Umrühren einen Tag lang stehen;