Brom.
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Darstellung: 1. Durch Einwirkung von Braunsteinund Schwefelsäure auf Magnesiumbromid (Staßfurt; vgl.auch S. 67).
MgBr 2 +Mn0 2 +2H 2 S0 4 =2Br+MgS0 4 + MnS0 4 +2H e O.
2. Durch Einwirkung von Chlor auf Magnesiumbromid:
MgBr 2 + 2 Cl = 2Br + MgCI 2 .
3. Brom wird aus seinen Salzen auch durch Elektrolysegewonnen, ähnlich wie Chlor (S. 6).
Das rohe Brom, das noch chlorhaltig ist, wird durchDestillation über Bromkalium gereinigt.
Die jährliche Gesamtproduktion an Brom beträgt über10000 Zentner; davon wird der größte Teil in Staßfurt undaus amerikanischen Salinen gewonnen.
ßromum, Brom, ist eine dunkelrotbraune, flüch-tige, sehr giftige Flüssigkeit, die schon bei gewöhn-licher Temperatur verdampft; Siedepunkt 63°, spez.G. = 3,1; löslich in 30 T. Wasser, leicht in Weingeist,Äther, Schwefelkohlenstoff, Chloroform mit rotbraunerFarbe.
Prüfung. Auf org. Verbindungen (es löse sich klarin Natronlauge, 2 Br + 2 NaOH = NaBr + NaBrO + 11,0),auf Jod (schüttelt man eine wässerige Lösung von Brom,1: 30, mit Eisenpulver bis zur Entfärbung, so würde Eisen-jodür FeJ 2 neben Eisenbromür FeBr 3 entstehen: Zusatz vonwenig Eisenchlorid zum Piltrat macht nur das Jod frei, dasdurch Stärkelösung erkannt wird, FeJ 2 -f-2FeCl 3 = 2J-(-3FeCl 2 ).
Bromum solidificatum ist in Form von Stängel-chen gebrachte Infusorienerde, die mit Brom getränktsind. Brom dient vornehmlich als Ausgangsmaterialzur Darstellung der Brompräparate, vgl. Kaliumbromid.
Acidum hydrobromicum, Bromwasserstoffsäure,ist eine Auflösung von Bromwasserstoff HBr in Wasser.Sie kann dargestellt werden: 1. Durch Einwirkung vonWasser auf Phosphortribromid:
PBr 3 -f 3H„0 = 3HBr -f H 3 F0 3 .