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Metalloide.
Salze der imterchlorigen Säure entstehen neben Chlori-den beim Einleiten von Chlor in verdünnte, kalte Alkali-lauge nach der Gleichung
2C1 + 2NaOH = NaCIO -f NaCl -f H 2 0.
Über Eau de Javelle siehe S. 57, Eau de LabarraqueS. 69, Chlorkalk S. 86.
Chlorsäure, HCI0 3 , findet bisweilen an Stelle ihresKaliumsalzes Anwendung in der Toxikologie; ihre Salze,aus denen sie durch Schwefelsäure frei gemacht wird, ent-stehen bei der Einwirkung von Chlor auf konzentrierteAlkalilauge (Kalilauge, Natronlauge, Baryt- und Kalkmilch)in der Hitze nach den Reaktionsgleichungen:
6C1-I- 6NaOH = NaCl0 3 + 5 NaCl -j- 3 H 2 0.12 Cl + 6Ba(OH) 2 = Ba(C10 3 ) 2 + 5BaCl 2 -f 6H 2 0.Chlorsäure ist nur in wässeriger Lösung, bis zu 40% HC10 3enthaltend, bekannt.
Brom.
Brom ist 1826 von Baiard aufgefunden worden underhielt auch von ihm wegen seines unerträglichen Geruchesden Namen, von ßgäifxos = Gestank.
Vorkommen. Brom kommt nur gebunden vorund zwar an Kalium, Natrium und Magnesium inSolquellen (Kreuznach, Kissingen, Amerika u. a.), imMeerwasser (1 Liter Wasser des Atlantischen Ozeansenthält 0,4 Gramm NaBr); in großen Mengen findetes sich in den mitteldeutschen Salzlagern (Staßfurt),welche auch das Hauptausgangsmaterial für die Ge-winnung des Broms liefern. Wasser des Mittelmeers,das in Südfrankreich zur Bromgewinnung dient (s. S. 11),enthielt nach Rüdorff folgende Mengen von Salzen:NaCl 2,94 %MgCl 2 0.32%KCl 0,05%NaBr 0,05%MgS0 4 0,25%CaS0 4 0,13%CaCO» 0^01°/^3,75%