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2. Monocotyledones 2 (1907)
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In Deutschland ziemlich verbreitet (wenn auch nicht häufig) in der nördlichen Ebene (auch aufden Nordseeinseln Texel, Ararum, Baltrum und Sylt; in Posen sicher bei Osielek), seltener dagegen im mittlerenund südlichen Teile. In Schlesien nur bei Bunzlau (Altenhain, Greulich) und Friedland (Raspenau), in Elsass-Lothringen in den Vogesen, bei Bitsch und Stürzelbronn, in Württemberg und Bayern selten; fehlt in Badenvollständig. In Oesterreich als Seltenheit in Niederösterreich (einzig bei Schreins), in Oberösterreich, Böhmen(Habstein bei Böhmisch-Leipa), Steiermark (zwischen Trieben und Gaishorn 1900 wieder aufgefunden), Kärnten(am Millstätter See 581 m [J. Freyn], im Bürgermoos bei Hermagor [Proh.], am Goggausee 777 m)> in Krain,Nord-Tirol (Egelsee bei Kufstein, Schwarzsee bei Kitzbühel) und Vorarlberg (bei Fussach am Bodensee). Inder Schweiz einzig im Kanton Schwyz (Studenmoos bei EinsiedeJn, im Waldweg, im Robloserried, Breitried[noch 1901], auf dem Schnabelberg bei Bennau).

Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Nordeuropa (südlich bis an den Südfussder Alpen; für Ungarn zweifelhaft).

Da diese Art die Eigentümlichkeit hat, ihre Knollen mehrere Jahre lang im Boden ruhen zu lassen undnur gelegentlich 2 bis 3 Laubblätter und einen spärlichen Blutenstand ans Tageslicht zu senden, kann sie leichtübersehen oder für ausgestorben gehalten werden. Ausserdem ist sie oft schwer zu finden, weil sie sich in denSphagnumpolstern oder in dem Schwingrasen versteckt. Da im Moor der Fäulnisprozess langsam vorwärtsschreitet, kann man unter der diesjährigen Knolle gelegentlich noch eine dritte, allerdings stark verschrumpfteKnolle antreffen. Die Blüten locken trotz ihrer Kleinheit und Unscheinbarkeit in hohem Grade Insekten an.Neben der geschlechtlichen Fortpflanzung vermehrt sich M. paludosa auch auf ungeschlechtlichem Wege durchAusbildung von kleinen Adventivknospen, welche sich am vordem Rande der Blätter vorfinden (Fig. 447 f bis h).Dadurch ist das oft gesellige Auftreten dieser Art zu erklären. Im norddeutschen Flachlande erscheint sie hieund da in den Sphagnumbüllten der Hochmoore, in Gesellschaft von Liparis Loeselii (nr. 732), Listera cordata(nr. 727), Carex limosa (pag. 92), diandra, stricta und lasiocarpa, Epipactis palustris (nr. 718), Orchis incarnatus.(nr. 695), Stellaria palustris, Saxifraga hirculus, Heleocharis pauciflora (pag. 40), Eriophorum vaginatum, Aspi-dium cristatum (Bd. I, pag. 20) und thelypteris, Lysimachia thyrsiflora, Menyanthes trifoliata, Nardus stricta.(Bd. I, pag. 372), Calamagrostis neglecta (Bd. I, pag. 234), Comarum palustre, Drosera-Arten etc.

731. Malaxis monophyllos Sw. (= Achroänthus monophyllos Greene, = Microstylis-

monophyllos Lindl., = Ophrys monophyllos L., = Epipactis monophyllos Schmidt, = E.

unifölia Hall.). Einblatt-Weichorchis. Engl.: Adder's-Mouth. Taf. 76, Fig. 6.

Ausdauernd, gelblichgrün, 7 bis 30 (40) cm hoch. Knollen nebeneinander, ziemlichflach gedrückt, grün, von Blattfasern umschlossen. Stengel kahl, oberwärts 3-seitig. Laubblatt(seltener 2 oder 3), einzeln grundständig, länglich bis eiförmig, 4 bis 6 cm lang und 2 bis4,2 cm breit, mit zahlreichen Längsnerven, meist stumpf, am Grunde langscheidenartig..Blütenstand vielblütig, ziemlich locker, 2 bis 14 cm lang. Blüten klein, grünlichgelb, gestielt,angeblich mit Fischgeruch. Fruchtknoten etwa 1 /a so lang als die übrigen Perigonblätter.Tragblätter lanzettlich, spitz, kürzer als die Blütenstiele. Perigonblätter frei, abstehend,,gelblich, lange erhalten bleibend; die äussern lanzettlich, zugespitzt, die beiden seitlichennach oben gewendet; die seitlichen innern aus eiförmigem Grunde plötzlich linealisch zu-gespitzt (Taf. 76» Fig. 6 a), so lang wie die übrigen Perigonblätter. Lippe nach obenstehend, ungeteilt, am Grunde konkav, häufig geöhrt, eiförmig, plötzlich schmal zugespitzt,5-nervig, 1 bis 2 mm lang, am Rande etwas kraus. Säulchen sehr kurz, gerade. Staub-beutel ohne Anhängsel, länger als das Schnäbelchen. Pollinien nebeneinander. VI, VII.

Zerstreut an moosigen, schattigen Stellen, auf feuchten, moorigen Wiesen, Wald-plätzen, Torfstichen, in Erlenbrüchen, an Waldbächen, auf kräuterreichen Bergwiesen, anStrandabhängen; besonders in der Berg- und subalpinen Region (vereinzelt bis 1660 m).

Diese Art ist in den mittlem und östlichen Alpen (vom Berneroberland bis Niederösterreich undKrain) ziemlich verbreitet. Ausserdem in der südlichen bayer. Hochebene (Starnberg, Possenhofen, Valley,Laufen), in Württemberg (bei Wurmlingen im Oberamt Tuttlingen und im Schweizertal bei Lorch im OberamtWelzheim), im oberschlesischen Hügelland, in den östlichen Sudeten, Biharia. Im norddeutschen Flachlande imöstlichen Teil (Posen, Ost- und Westpreussen, Brandenburg [bei Eberswalde], Usedom, Wollin, Insel Rügen)..