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2. Monocotyledones 2 (1907)
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Staubbeutel gestielt, dem 2-zähnigen Fortsatz des Schnäbelchens aufliegend. Polliniengelb. Narbenhöhle fast rundlich. VII, VIII.

Zerstreut in schattigen, moosigen Nadel- oder Mischwäldern, an Waldbächen (be-sonders im Gebirge); vereinzelt bis 1800 m (Hochstadl in Kärnten).

In Deutschland im nordwestlichen Flachlande selten. Daselbst nach Aschersonebenso wiein Schleswig-Holstein und in der Rheinprovinz erst nach der Anpflanzung der Nadelwälder (ähnlich wieLinnaea borealis und Pirola umbellata) eingewandert. In der Rheinprovinz wurde Goodyera erst 1906 aufgefunden(Holzhof bei Bengel [Moselbahn] und um Wartenberg bei Rhaunen im Hundsrück). Ueber die Begleitpflanzenvgl. Listera cordata (pag. 388).

Allgemeine Verbreitung: Europa (fehlt ganz im Norden, in der ungarischenTiefebene und in der immergrünen Region des Mittelmeergebietes), gemässigtes Asien(östlich bis Japan), Nordamerika.

CCI. Maläxis 1 ) Solander. Weich orchis.

Blütenstiele stark gedreht. Perigon weit geöffnet (Tal 76, Fig. 6 a, Taf. 68, Fig. 15).Lippe ungespornt, nicht gegliedert, eiförmig, nach oben gerichtet. Staubbeutel aufrecht.Pollenmassen wachsartig, aufeinander liegend. Säulchen kurz, gerade.

Zu dieser Gattung, die sehr oft auch in die beiden Gattungen Achroänthus (= Microstylis) undMalaxis (im engern Sinne) gegliedert wird, gehören nur die beiden folgenden Arten.

1. Knollen voneinander entfernt. Laubblätter 2 bis 3. Innere seitliche Perigonblätter eiförmig(Taf. 68, Fig. 15)..........................M. paludosa nr. 730.

1.* Knollen nebeneinander. Stengel gewöhnlich nur 1 (seltener 2) Laubblatt tragend. Innere seitlichePerigonblätter linealisch (Taf. 76, Fig. 6a)...............M. monophyllos nr. 731.

730. Malaxis paludosa Sw. (= Stürmia paludosa Rchb., = Ophrys paludosa L.,

= Epipactis paludosa Schmidt, = Orchis paludosus Pall., = Hammarbya paludosa O. Kuntze).

Sumpf-Weichorchis. Taf. 76, Fig. 7, Taf. 68, Fig. 15 und Fig. 477f bis h.

Ausdauernd, 5 bis 15 (20) cm hoch, zart. Die beiden Knollen voneinander entfernt,diejenige der vorjährigen Pflanze durch eine dünne, wagrecht liegende Grundachse mitder diesjährigen, in der Achsel des obersten Laubblattes entstehenden Knolle (Luftknolle)verbunden. Stengel gelblich, kahl, 5-kantig,- am Grunde mit kleinen Schuppenblättern.Laubblätter eiförmig bis länglich (zuweilen spateiförmig, stumpf oder das oberste spitzlich),ziemlich dick, 8 bis 25 mm lang und 5 bis 9 mm breit, gelblichgrün, 3- bis 7-nervig, am oberenRande häufig mit einem Kranz von kleinen Brutknospen (Fig. 447f bis h). Blütenstand vielblütig,zuerst gedrungen, schmal, später verlängert. Tragblätter klein, spitz, aus keilförmigem Grundelanzettlich, ungefähr so lang als die Blütenstiele. Perigonblätter frei, gelbgrün (die Lippeoft etwas dunkler). Aeussere Perigonblätter eiförmig, spitz (Taf. 68, Fig. 15), fast 3-eckig,1-nervig, länger als die Lippe, 2 bis 2,5 mm lang; die seitlichen innern schmäler und kürzer,abstehend, etwas zurückgeschlagen. Lippe klein, viel kürzer als die übrigen Perigonblätter,länglich-eiförmig, spitzlich bis spitz, ungeteilt, löffeiförmig vertieft, 3-nervig, ungespornt,durch Drehung des Fruchtknotens um 360° zunächst abwärts, dann wiederum nach aufwärtsgerichtet, das sehr kurze Säulchen dachartig überdeckend. Fruchtknoten kreiseiförmig,gestielt. Staubbeutel bleibend, ohne Anhängsel, am Grunde sitzend, kürzer als das vornseicht 3-lappige Schnäbelchen. Pollenmassen jeder Hälfte aufeinander liegend. Narben-höhle mit 2 hufeisenförmigen Ausbuchtungen. Samen rundlich. VII, VIII.

Selten in nassen Torfsümpfen, auf Hochmooren, auf sandig-torfigen Wiesen, zwischenMoospolstern, in Schwingrasen, im Wasser stehend und oft im Rasen versteckt.

*) Gr. ßa/.axög [malakös] = weich, zart; wegen der zarten Beschaffenheit der Pflanze.