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2. Monocotyledones 2 (1907)
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zusammenneigend, später abstehend, schmutzig rötlich- oder grünlichgrau, hell fleischfarbenoder rötlich überlaufen, die seitlichen innern kürzer, stumpf, meist 5-nervig. Lippe 10 bis12 mm lang, ungefähr so lang als die äusseren Perigonzipfel; das hintere Glied weiss, rotgeädert, am Grunde orange punktiert, nur auf dem verdickten Mittelstreifen Honig absondernd,das vordere beweglich, durch einen tiefen Einschnitt vom hintern getrennt (Fig. 447k), rundlich,flach, stumpf, am Rande wellig-gekerbt, weiss oder fein rosa geädert, am Grunde mit 2, vorngelben Längsleisten. Säulchen kurz, gelblich-grün. Pollinien hellgelb, 4 an einer Drüse.Fruchtkapsel gross, länglich, nach dem Grunde zu wenig verschmälert, herabhängend.VI bis VIII.

Ziemlich häufig auf sumpfigen Wiesen, an Seeufern, auf feuchten Waldplätzen, inDünentälern; von der Ebene bis in die Voralpen (Südabhang des Churfirsten in der Schweiz,bis 1600 m).

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt im Norden und in deralpinen Region sowie teilweise ganz im Süden), gemässigtes Asien (östlich bis Japan),Nordafrika.

Aendert im allgemeinen wenig ab: f. ochroleüca Barla. Pflanze mit rein weissen Blüten (nur dieäusseren Perigonblätter sind aussen meist gelbgrün gefärbt). Hie und da mit dem Typus. var. ericetörumAschers, et Graebner. Pflanze niedrig (nur wenig über 10 cm hoch). Laubblätter schmal, fast lanzettlich,derb. Blütenstand gewöhnlich nur 4- bis 8-blütig. Blüten zuweilen stärker gerötet (Auf den Nordseeinseln inDünentälern sowie auf feuchten Heideflächen). var. silvätica Aschers, et Graebner. Pflanze sehr hoch,schlaff. Laubblätter breit, ziemlich dünn. Blütenstand verlängert, sehr locker. Blüten zuweilen + grünlich(An schattigen Waldstellen). Diese grossblütige Orchidee tritt auf den Sumpfwiesen gern in Beständenvon Molinia caerulea (speziell im Hydromolinietum: Rikli) auf, in Begleitung von Equisetum palustre,Carex Davalliana, flava, panicea und Hornschuchiana, Eriophorum latifolium, Schoenus ferrugineus und nigricans,Juncus effusus, conglomeratus und obtusiflorus, Tofieldia calyculata, Gymnadenia conopea, Spiranthes aestivalis(nr. 725), Ranunculus flammula, Vicia cracca, Lythrum salicaria, Parnassia, Sanguisorba officinalis, Spiraeafilipendula, Peucedanum palustre, Selinum carvifolium, Lysimachia vulgaris, Brunella vulgaris, Scutellaria galeri-culata, Betonica officinalis, Alectorolophus minor und A. angustifolius, Pedicularis palustris, Galium boreale,palustre und uliginosum, Campanula rotundifolia, Succisa pratensis, Scabiosa columbaria, Senecio paludosus,Centaurea Jacea, Cirsium rivulare und oleraceum etc. Von Bastarden wurden als Seltenheiten beobachtet:1. E. latifolia All. X E. atropurpurea Rafin. (= E. S chmalhausenii Richter), mit den Erzeugern bei Jena,um Innsbruck (Haller-Salzberg und in der Kellenburg über Thaur) sowie in der Südschweiz (Monte Piottino beiFaido) konstatiert. 2. E. latifolia All. X E. varians Fleischmann et Rechinger. Bei Jena (Vollradisroda)beobachtet. 3. E. atropurpurea Raf. X Cephalanthera grandiflora S. F. Gray ( E. speciösa Wettstein).Von J. Obrist unweit Scheibbs in Niederösterreich festgestellt.

CXCIV. Cephalanthera 1 ) Rieh. Waldvögelein.

Grundachse wagrecht kriechend, meist verzweigt. Blütenstand locker. Blütenziemlich gross, aufrecht. Perigonblätter zusammenneigend, die Lippe teilweise verdeckend.Lippe quer, 2-gliederig (Fig. 443b), aufrecht; das hintere Glied mit dem schlanken Säulchenparallel und am Grunde mit ihm verbunden; fast sackförmig (seltener gespornt), hohl,Honig absondernd, das vordere an der Spitze zurückgebogen, mit am Grunde gezähneltenLängsleisten besetzt (Fig. 444 b, Taf. 68, Fig. 10). Staubbeutel kurz gestielt, an der hinternFläche des Säulchens schildförmig angeheftet (Taf. 68, Fig. 7 bis 9). Schnäbelchen fehlend.Pollinien ungestielt. Pollen pulverig. Fruchtknoten sitzend, gedreht, aufrecht.

Die Gattung, welche der vorigen sehr nahe steht und mit ihr (sowie mit Limodorum) zuweilen auchvereinigt wird, umfasst ca. 10 Arten, welche in Europa, im gemässigten Asien, in Nordafrika und im nord-westlichen Amerika zu Hause sind. Wie bei den Epipactis-Arten dient das vordere Glied der Lippe für dieanfliegenden Insekten als Halteplatz. Der Pollen ist locker; die kugeligen Pollenkörner sind von einander

') Gr. xscpahj (kephale) = Kopf und ävdygd (antherd)Staubbeutel (vgl. Fig. 443 c und 444 c, d).

Staubbeutel; nach der Form der gestielten

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