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2. Monocotyledones 2 (1907)
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378
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meergrün bis rötlich überlaufen, gewöhnlich oberwärts dicht-flaumig (seltener wie auch derFruchtknoten kahl und glänzend: f. nüda Irmisch), am Grunde mit locker anliegenden,eiförmigen, spitzen Scheidenblättern, neben dem Blütenstengel keine nicht-blühenden Sprossen. Laubblätter meist nur (2) 3 bis 6, sehr klein, nuran den Rändern (selten auch auf den Nerven) fein rauh, graugrün (inder Regel violett überlaufen), alle meist kürzer als die Stengelglieder,die mittleren am grössten, eiförmig-lanzettlich bis linealisch-lanzettlicb,2 bis 2,5 cm lang, am Grunde mit kurzer Scheide, die oberen linealisch.Blütenstand armblütig, gewöhnlich 6- bis 12-blütig (selten bis 1-blütig),fast einseitswendig, vor dem Aufblühen nickend. Blüten klein (in derRegel etwas grösser als bei nr. 716), rötlich-grün, schwach nach Nelkenduftend. Tragblätter schmal-lanzettlich, zugespitzt, graugrün, gewöhn-lich rötlich überlaufen, 3-nervig oder die untersten mehrnervig, so lang(oder die obern kürzer) als der fast kreiseiförmige, stumpf 3-kantige,weichhaarig-flaumige, meist kurz gestielte Fruchtknoten (Fig. 442 b).Perigonblätter glockig, vorgestreckt, eiförmig bis eiförmig-lanzettlich,spitz oder zugespitzt, 1- bis 3-nervig, zuweilen fein gekerbt, gleich nachdem Verblühen zusammenschliessend (Fig. 442 d); die äusseren aussenblassgrün, rötlich-violett überlaufen, die innern grünlich oder rötlichgelb,die beiden seitlichen innern beiderseits grünlich bis grünlichweiss. Lippekaum kürzer als die übrigen Perigonblätter; das hintere Glied länglich, sack-artig vertieft, nach hinten zusammengedrückt, mit weiter Mündung, dieobern Ränder zugerundet, an das Säulchen stossend, rosa gefärbt, dasvordere Glied rundlich-eiförmig bis herzförmig, an den Rändern gekerbt-Fig. 442. Epipactis gekräuselt (Fig. 442 c), am Grunde mit 2 deutlichen, tief gelappten,

microphylla Sw. ö st . . . _ t^iii

a Habitus(7»natürliche krausfaltigen Höckern, weiss, zuweilen rötlich überlaufen. FruchtkapselG gröstrt). TlippT" etwas verlängert, am Grunde wenig verschmälert. VI bis VIII.

d Fruchtkapsel. Ziemlich selten (oder übersehen ?) in schattigen, humosen Berg-

wäldern, unter Gebüsch, in Waldschlägen, auf Gebirgswiesen; gern auf Kalk.

Allgemeine Verbreitung: Zerstreut in Süd- und Mitteleuropa, Kaukasusländer,Kleinasien.

718. Epipactis palustris (Miller) Crantz (= E. longifölia All., = Helleborine palustrisSchrank, = Arthrochilium palüstre Beck, =Seräpias palustris Mill., = S. longifölia L., = Cymbi-dium palüstre Sw.). Weisse Sumpfwurz. Taf. 75, Fig. 2, Taf. 68, Fig. 1 und Fig. 447k.

Ausdauernd, (10) 30 bis 50 cm hoch. Grundachse kriechend, mit ziemlich langen,fadenförmigen Wurzeln, Ausläufer treibend. Stengel aufrecht, etwas kantig, bis über dieMitte beblättert, oberwärts kurz flaumig, am Grunde mit anliegenden, stumpfen bis spitzen,sehr oft hellviolett gefärbten Scheidenblättern. Laubblätter aufrecht abstehend, graugrün,kahl, glanzlos, längsrinnig, länger als die Stengelglieder, unterseits mit kielartig vorspringendenNerven, die unteren länglich-eiförmig bis länglich-lanzettlich, spitz, kurzscheidig-umfassend,die oberen lanzettlich, lang zugespitzt. Blütenstand vor dem Aufblühen nickend, locker,oft verlängert, gewöhnlich mit 8 bis 15, ziemlich grossen, fast einseitswendig-hängenden,geruchlosen Blüten. Tragblätter lanzettlich bis eiförmig-lanzettlich, zugespitzt, vielnervig,kürzer (höchstens die untern wenig länger) als die Blüten. Fruchtknoten 6-kantig, ver-längert-spindelförmig, anfangs ein wenig gedreht, kurzflaumig, gestielt. Perigonblätter frei,etwas konkav; die äusseren eiförmig-lanzettlich, mehrnervig (Taf. 68, Fig. 1), anfangs glockig