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Diese Art, welche besonders im östlichen Teile der Alpen (Nieder- und Oberösterreich, Steiermark,Kärnten, Krain, Vorarlberg [Gamperdonatal], Tirol [für Salzburg?]; fehlt in Bayern) vorkommt und hier stellen-weise nr. 707 vertritt, lässt sich westlich bis in die östliche und südliche Schweiz (Graubünden [Ofengebiet, AlpDarlux bei Bergün, Albula, Avers, Davos, Puschlav, Val minor, Samnaun,Tessin [Monte Camoghe] und St. Gallen [Azmoos im Oberland]) verfolgen.
Aendert wenig ab : f. Stin'aca Rechinger. Blütenähre gesprenkelt(ähnlich der f. variegata von nr. 707)- Perigonblätter am Grunde purpurn(weniger lebhaft als beim Typus), nach der Spitze zu weisslich. — Selten inSteiermark (Saarstein bei Aussee) undin Oberösterreich (Gamsfeld) beobachtet.
Allgemeine Verbreitung: Oestliche und südöstlicheAlpen, Ost-Karpaten.
Von Bastarden sind bekannt: N. nigra Rchb. X N. rubra Richter(= N. Wettsteiniäna Aschers, et Graebner, = N. Bornmuelleri DallaTorre et Sarntheim). Als Seltenheit in Tirol (Rosengarten) und in Nieder-österreich (Schneeberg) konstatiert. —■ 2. N. nigra Rchb. x Gymnadeniaconopea R. Br. (= N. suaveolens Koch, = Örchis suaveolens Vill., = O.atropurpüreus Tausch, = O. Moritziänus Brügger, = Gymnigritella suaveo-lens G. Camus). Knollen handförmig-gelappt und gespalten, die grund-ständigen, häutigen Scheidenblätter stumpf. Lippe (6 bis 7 mm lang) undSporn länger; letzterer länger als der halbe Fruchtknoten (Fig. 43/f). SeltenBlüten in 2 Absätzen angeordnet (Mehrfach und in verschiedenen Abstufungenim Verbreitungsgebiet der beiden Erzeuger beobachtet). — 3. N. nigra Rchb.X Gymnadenia odoratissima Rieh. (= N. Heufleri Kerner, = GymnadeniaHeufleri Wettstein, = Gymnigritella Heufleri G. Camus). Aehnlich nr. 2,aber Lippe nur 4 bis 5 mm lang (Fig. 437 g) und Sporn halb so lang als derFruchtknoten (Mit den Erzeugern in den Alpen und im Jura). — 4. N. nigraRchb. x Gymnadenia albida Rieh. (= N. mieräntha Kerner, = Gymnadeniamieräntha Wettstein). Knollen fast bis zum Grunde in spindelförmige Ab-schnitte geteilt. Grundständige, häutige Scheidenblätter spitz. Blüten sehrklein (Fig. 437h). Lippe 3,5 bis 4 mm lang. Fruchtknoten nicht gedreht, viellänger als der Sporn. Selten in Tirol (Blaser bei Trins, bei Kais im Pustertalund Alkuser Schober bei Lienz). — 5. N. rubra Richter X Gymnadenia odo-ratissima Rieh. (= Gymnadenia Ab elii Hayek, = Gymnigritella Abelii Aschers,et Graebner). Aehnlich nr. 3. Innere Perigonblätter gleich breit wie die äusseren.Lippe nach dem Grunde zu allmählich verschmälert. Dieser Bastard, der vonallen wohl am schwierigsten zu erkennen ist, wurde bis jetzt sehr vereinzelt in Salzburg, Tirol (Dürrnstein beiPrags, Monte Roen), Kärnten (Rudnig bei Oberdrauburg) und in der Schweiz (Lenzerheide) konstatiert. NachSchröter (Pflanzenleben der Alpen, pag. 366) unterscheiden sich die nichthybriden, rosablühenden Spielartender beiden Nigritella-Arten von den Bastarden von nr. 707 (mit den 3 Gymnadenia-Arten) dadurch, dass beiden nichthybriden Formen der Sporn nur >/* so ,an g ist als Fruchtknoten (bei den Bastarden ist der Sporn1 /s bis so lang als der Fruchtknoten).
CXCI. Gymnadenia 1 ) R. Br. Nacktdrüse.
Perigonblätter helmförmig zusammenneigend oder die seitlichen äussern weit ab-stehend. Blätter meist schmal, ungefleckt. Blütenstand schlank, dünn. Lippe gespornt(Taf. 68, Fig. 21), 3-lappig (Tai 74, Fig. 4 a, Fig. 438 c), gewöhnlich nach abwärts gerichtet.Fortsatz des Schnäbelchen zwischen den Staubbeutelfächern eine schmale Falte bildend(Fig. 438 d). Klebkörper schmal (Fig. 438e), nackt, nach abwärts gewendet.
Die Gattung umfasst ca. 10 Arten, die in Europa und im gemässigten Asien verbreitet sind. In derTracht erinnern sie an kleinblütige Orchis-Arten.
1. Helm länglich bis eiförmig. Blätter meist mehr als 2.............. 2.
1*. Helm lanzettlich, spitz (Fig. 438 b), Laubblätter stets 2, am Grunde einander sehr genähert. Seltenin Ostpreussen und Posen......................G. cucullata nr. 709.
Fig. 437. Nigritellarubra Richter.a Habitus ('/a natürl. Grösse), b Blüte(vergrössert). c Perigonblätter (isoliert).d und e Abweichende Lippen von N.rubra Rchb. /Blüte von N. suave-olens Koch, g von N. HeufleriKerner und h von N. mieränthaKerner (Fig. h bis h nach Kerner undWettstein).
a ) Gr. yvfivög [gymnös]Beutelchen bedeckt.
nackt und dd/jr [aden]
Drüse; die Pollinien sind von keinem