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2. Monocotyledones 2 (1907)
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354
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Gebüschen, in Auen, an Waldrändern; von der Ebene bis in die alpine Region, vereinzeltbis über 2000 in (Lampertschalpe im Tal des Glenners im Bündner-Oberland: 2200 m).Kommt auf allen Bodenarten vor.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (auch auf Island), gemässigtesAsien, Nordafrika.

Diese sehr häufige und leicht kenntliche Orchis-Art ist ziemlich vielgestaltig und veränderlich.1. var. genuinus Rchb. Pflanze 15 bis 50 cm hoch. Blätter meist gefleckt, ziemlich gerade, 4- zahlreich, dieuntern länglich, stumpf. Blütenstand zuletzt zylindrisch bis gestreckt, dicht und ziemlich vielblütig. Tragblätterin der Regel kürzer als die mittelgrossen Blüten. Lippe nur bis kaum auf '/a geteilt (Häufig). Hieher u. a. auch dief. immaculätus Schur. Blätter ungefleckt. Blüten lila und f. c andi di'ssimu s Krocker M. Schulze Perigonund Lippe ganz weiss, ohne oder doch nur mit undeutlicher Zeichnung. 2. var. Meyeri Rchb. Pflanze schlank,gross. Stengel schlaff (zuweilen hohl). Unterste Laubblätter gross, stumpf, die mittleren klein, oft tragblatt-artig. Aehre verlängert, ziemlich locker. Blüten kleiner als beim Typus. Lippe tief 3-lappig mit vorgezogenemMittellappen. Sporn dünn (Sehr zerstreut, namentlich im nördlichen und nordwestlichen Deutschland). 3. var.Sudeticus Pcech. Pflanze zierlich, schlank, niedrig (meist nur bis 15 [20] cm hoch). Stengel dünn, wenig beblättert.Laubblätter kurz, entfernt, + zurückgekrümmt. Blütenstand armblütig, zuweilen fast kopfförmig. Blüten klein undmeist lebhaft gefärbt (Selten in den Gebirgsmooren der Alpen und des Riesengebirges). 4. var. heiödes Rchb.Pflanze schlank, meist niedrig. Unterste Laubblätter lanzettlich, spitz (nicht länglich und stumpf). Tragblätterlänger als die Blüten. Lippe oft kürzer als die Perigonblätter. Sporn fadenförmig, selten so lang als derFruchtknoten (Heide-und Hochmoore). 5. Die f. elabiätus Rob. Keller ist eine Pelorie. Als Unterart wird fernerhiehergezählt: Orchis Ruthei M. Schulze (Steht zwischen O. incarnatus und maculatus; vielleicht Bastard?).Stengel starr-aufrecht, hohl. Blätter ganz ungefleckt, hellgrün, ziemlich stark rinnig, an der Spitze kapuzen-förmig zusammengezogen. Lippe mit meist breitem, lang vorgezogenem, abstehendem Mittellappen (Pommern:mehrfach bei Swinemünde). O. maculatus tritt sehr gern in feuchten, lichten Bergwäldern auf, hier dann oft inGesellschaft von Ranunculus aconitifolius, Petasites albus, Equisetum silvaticum, Geum rivale, Chaerophyllumcicutaria, Myosotis palustris, Veratrum album, Veronica chamaedrys etc.

698. Orchis Iatifölius L. (= O. comosus Scop., = O. majälis Rchb.). BreitblätterigesKnabenkraut. Ital.: Sconcordia. Taf. 72, Fig. 3 und Taf. 69, Fig. 4.

Ausdauernd, 10 bis 50 (70) cm hoch. Knollen zusammengedrückt, handförmig-geteilt, meist 3- (selten 4- bis 6-) teilig-, die jungen anfangs oft nur gelappt. Neben-wurzeln fadenförmig, ziemlich dick. Stengel meist mehr oder weniger hohl, schlaff, auf-recht, hellgrün, oberwärts kantig und nicht selten verwaschen violettrot, am Grunde mitenganliegenden, häutigen Scheidenblättern besetzt. Laubblätter (3) 4 bis 6, länglich-eiförmig bis lanzettlich (die untern breiter), schlaff, kurzscheidig, ziemlich flach, trübgrün,oberseits mit purpurbraunen oder schwärzlichen, oft zusammenfliessenden Flecken, diezuweilen aber stark verwischt sind oder gänzlich fehlen können. Untere und mittlereLaubblätter länglich-eiförmig, in der Mitte am breitesten, die obern kleiner, lanzettlich,oft rötlich gefärbt, das oberste nicht selten die Aehre erreichend oder dieselbe sogar überragend.Blütenähre 4 bis 8 cm lang, zuerst pyramidenförmig, später walzlich, oben stumpf, dichtbis locker. Untere und mittlere Tragblätter meist länger als die Blüten, eiförmig-lanzettlichbis lanzettlich, oft rötlich angelaufen. Blüten lilapurpurn, seltener fleischfarbig bis weiss.Aeussere Perigonblätter meist eiförmig-lanzettlich, die beiden seitlichen oft etwas gefleckt,zuletzt ± zurückgeschlagen, das mittlere etwas kürzer, ungefleckt; die innern seitlichenkürzer und gewöhnlich schmäler. Lippe meist abstehend und 3-teilig (seltener ungeteilt),am Grunde breit-keilförmig, gewöhnlich purpurrot oder rosa, nach dem Grunde zu heller,gefleckt. Seitenlappen rhombisch, am Rande ganz oder seltener seicht gekerbt, abstehendoder oft zurückgebogen. Mittellappen kleiner als die Seitenlappen, oft sehr kurz, vornmeist stumpf, ganzrandig oder ausgerandet (Taf. 69, Fig. 5), mitunter fast 2-spaltig. Spornkegelförmig-zylindrisch, meist etwas kürzer als der Fruchtknoten, ziemlich gerade, schiefnach abwärts gerichtet. Narbenhöhle fast 4-eckig. V bis VII.