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2. Monocotyledones 2 (1907)
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351
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steigend, leicht gekrümmt, vorn wenig angeschwollen, stumpf. Säulchen ziemlich kurz,stumpflich. IV bis VI (blüht etwas früher als nr. 693).

Selten auf Sumpfwiesen; nur im Süden und Westen.

Fehlt in D euts chl and gänzlich (sicherlich nicht im bayerischen Wald vorhanden). In Oesterreicheinzig in Krain (am Laibacher Morast, bei Utik nächst Laibach und bei Rakitna [800 m] bei Franzdorf) und imsüdlichen Tirol (bei Riva und Torbole); für Kärnten zweifelhaft. In der Schweiz nur im Westen (Genf[Sionnex]; für die Waadt unsicher) und im südlichen Tessin (bei Lugano, Rovello, zwischen Chiasso undBaierna).

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet und dessen Ausstrahlungen (imWesten nördlich bis Belgien).

695. Orchis incarnätus L. (= O. latifolius Rchb., = O. divaricätus Rieh., = O. angusti-fölius Wimm. et Grab., = O. haematodes Rchb.). Fleischrotes Knabenkraut.

Fig. 431.

Ausdauernd, (9) 25 bis 45 (90) cm hoch. Knollen zusammengedrückt, meist 2- bis4-teilig (an feuchten Stellen gewöhnlich sehr verlängert; sehr selten fast ungeteilt). Stengelsteif aufrecht, oft sehr dick, hohl und leicht zusammendrückbar, etwas kantig, hellgrün,oberwärts zuweilen schwach purpurrot überlaufen, bis oben beblättert, am Grunde mitenganliegenden, spitzen Scheidenblättern. Laubblätter in der Regel (4) 5 oder 6 (8), ziemlichsteif aufrecht, seltener abstehend, verlängert bis breitlanzettlich, hellgrün, vom Grunde anverschmälert, an der Spitze deutlich kappenförmig zusammengezogen,am Grunde ziemlich langscheidig, in der Regel ungedeckt (selten gefleckt:f. haematodes M. Schulze), das oberste (oder die beiden obersten)sitzend, bis zum Grunde der Aehre reichend oder länger (diese sogarüberragend), das unterste Blatt stets kürzer und schmäler. Blütenstandanfangs länglich, später häufig verlängert (bis 15 cm lang), gewöhnlichdicht- und reichblütig. Blüten meistens fleischfarbig bis hellrot, nichtselten aber auch strohgelb bis gelb (seltener ganz weiss), kleiner alsbei nr. 698. Tragblätter lanzettlich, spitz bis lang zugespitzt, ± deutlich3 nervig, netzaderig, krautig, grün oder (besonders nach den Rändernhin) rötlich bezw. braunrot überlaufen, die untern und mittlem längerals die Blüten, alle wenigstens stets länger als die Blütenknospen(deshalb die noch nicht aufgeblühte Aehre schopfig). Perigonblätterfrei; die äussern eiförmig-lanzettlich (seltener lanzettlich), spitz bis stumpf-lich, 3-nervig (die beiden äussern zuletzt zurückgeschlagen), die seitlicheninnern kürzer, 2- bis 3-nervig. Lippe meist flach, 5 bis 7 mm lang,rhombisch-länglich, gewöhnlich fast ungeteilt (Fig. 431b), am Randeunregelmässig gezähnelt, am Grunde mit feinen Papillen besetzt,hellrot mit dunkleren Punkten und Strichen. Sporn stets etwas kürzerals der Fruchtknoten, walzlich, stumpf oder nicht allzu selten ausge-randet, gerade oder schief nach abwärts gekrümmt, meist rötlich-weiss. V bis VII.

Ziemlich häufig auf feuchten, moorigen Wiesen (selten auf Hoch-mooren); besonders in der Ebene und der Bergregion, vereinzelt bis indie Voralpen (Eggeralm im Gailtal in Kärnten, 1450 m) hinaufsteigend.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt im Fi &- «i. Orchis incar-

it i r^ 1_ .\ -ix. A latus L. var. ochro-

südlichsten Gebiet), gemässigtes Asien. leueus (Schur) Bon. ( Vg i.

Aendert ziemlich stark ab : var. lan c eätus Rchb. Pflanze ziemlich kräftig. pag. 352). a Habitus ('/ nat.Laubblätter steif aufgerichtet, schmal-lanzettlich. Blütenstand vielblütig. Blüten rot * c Gynos'tTmium