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2. Monocotyledones 2 (1907)
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lang als die äussern, + zusammenneigend. Lippe aus ziemlich breitem Grunde breit-verkehrteiförmig oder verkehrt-herzförmig, 10 bis 15 mm lang, vorn 3-lappig (sehr selten2-lappig), nach abwärts gerichtet, länger als die Perigonblätter, bis zur Mitte weisslich,mit dunkelvioletten oder purpurroten Flecken bezw. Strichen. Seitenlappen ziemlich breit,vorn abgerundet, ausgebreitet und erst bei Beginn des Verblühens ± zurückgebogen.Mittellappen in der Regel ein wenig länger (selten nur so lang) als die Seitenlappen,ungeteilt oder tief ausgerandet und fast 2-lappig. Sporn etwas kürzer als der Frucht-knoten, ziemlich dick, fast zylindrisch, am Ende ein wenig verschmälert, etwas verjüngt,nicht gekrümmt, horizontal abstehend oder aufsteigend, am Rücken weisslich. V, VI.

Zerstreut und nicht überall (fehlt z. B. in Tirol vollständig) auf torfigen, sumpfigenWiesen, am Rande von austrocknenden Wasserlachen; gern auf salzhaltigen, bruchigenWiesen (wie z. B. im Havellande). Nur im Tieflande.

Allgemeine Verbreitung: Südliches, westliches und mittleres Europa (nördlichbis zur Insel Gotland; fehlt in Russland), Vorderasien, Kaukasusländer, Nordafrika.

Aendert wenig ab: f. micräntha Domin. Blüten nur halb so lang als beim Typus. Ausserdemist die Art in der Blütenfarbe und in der Ausbildung der Lippe stark veränderlich. Auch 4-zählige (in allenTeilen) sind beobachtet worden.

694. Orchis laxiflörus 1 ) Lam. (= O. ensifölius Vill., = O. Tabernaemontäni Gmel,= O.platychilusK.Koch, = O. palüster Doli). Lockerblütiges Knabenkraut. Fig.430i, k.

Ausdauernd, 30 bis 60 cm hoch (ähnlich nr. 693).Stengel stielrundlich, oberwärts kantig, bis hinauf beblättert,gewöhnlich stark violett überlaufen, am Grunde mit langen,bräunlichen, z. T. locker gestellten Scheidenblättern. Laub-blätter linealisch-lanzettlich, zugespitzt, aufrecht abstehendbis fast aufgerichtet, gekielt und rinnig gefaltet, mit (be-sonders auf der Unterseite) hervortretenden Nerven, oberseitsdunkelgrün und glänzend, unterseits bläulichgrün, gewöhnlichungedeckt. Blütenähre fast zylindrisch, sehr locker, meistverlängert, gewöhnlich mit zahlreichen locker gestellten,violett - purpurroten Blüten. Tragblätter lanzettlich bislinealisch-lanzettlich, spitz, gewöhnlich etwas purpurn über-laufen und ein wenig länger als der Fruchtknoten, 3- bis 7-nervig,die untern durch Queradern netznervig (Fig. 430 d). Frucht-knoten verlängert-linealisch, gedreht, besonders auf denKanten violett-purpurrot überlaufen. Perigonblätter frei,3-nervig, in der Regel länger als bei nr. 693, die äusserenlänglich, stumpf, die seitlichen stark zurückgeschlagen, dieseitlichen innern kürzer, schmäler, fast elliptisch, nach vorngekrümmt und mit dem mittleren äusseren etwas zusammen-neigend. Lippe 3-lappig, etwas länger als die übrigenPerigonblätter, fast breit-verkehrt-eiförmig, kahl, konvex,dunkelviolett, in der Mitte vom Grunde bis fast zur Spitzeweiss oder weisslich, fast ohne Punkte. Mittellappen vielkürzer als die grossen, fast rhombischen, stark zurückge-schlagenen Seitenlappen (Fig. 430 i, k). Sporn l ji bis 2 /3 solang als der Fruchtknoten, wagrecht oder etwas auf-

') Lat. läxus = schlaff, locker und flos = die Blüte: nach dem lockeren Blütenstand dieser Art.

Fig. 430. Orchis palüster Jaccj.a a\ Habitus ( : /2 natürl. Grösse), b Einzel-blüte (von vorn), c Lippe, d Tragblatt.c Seitliches äusseres, f inneres, ^"mittleresPerigonblatt. h Aufgesprungene Frucht-kapsel. Orchis laxiflörus Lam.i, k Lippen.