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mit spitzen Scheidenblättern. Laubblätter länglich-lanzettlich bis lanzettlich, spitz, nachdem Grunde hin verschmälert, lebhaft grün, nervig, die untern einander genähert, sehrhäufig (namentlich im untern Teile) dunkelpurpurrot punktiert, die oberen den Stengelscheidenartig umhüllend, das oberste von der Blüten-ähre oft ziemlich entfernt. Blütenstand gewöhnlich viel-blütig, anfänglich eiförmig, später verkehrt-walzlich,meistens ziemlich locker, mit zahlreichen, ziemlichgrossen, hellpurpurn, hellrosa, fleischrot, rot- oder blass-lila, fast weiss oder reinweiss gefärbten, in der Regelfast geruchlosen Blüten. Tragblätter lanzettlich, spitzbis lang zugestutzt, fast häutig, fast stets purpurviolettüberlaufen, 1- oder undeutlich 3-nervig; die untern solang oder etwas länger als der zylinderische, ge-krümmte, meist purpurrote Fruchtknoten. Perigon-blätter purpurrot oder rötlich bis hellila, zuweilenetwas gefleckt oder gestrichelt; die äusseren zuerstabstehend, später zurückgeschlagen, länglich bis länglich-eiförmig oder eiförmig-lanzettlich, 3-nervig, die seit-lichen innern etwa 2 /a so lang als die äussern, eiförmig,undeutlich 3-nervig (Fig. 427b). Lippe meist tief 3-lappig(selten ungeteilt), gewöhnlich heller als die übrigenPerigonblätter, am Grunde weiss oder grünlichweiss(bis gelblich), fast immer mit kleinen, purpurrotenFlecken oder Linien, länger als die äusseren Perigon-blätter, nach abwärts gerichtet, von längeren Papillensammetartig-bärtig (Fig. 420 a, b). Seitenlappen 1 /z bis2 mal so lang als breit, abgerundet, fein gekerbt oder aus-gefressen-gezähnelt, seltener fast ganz, zuweilen völligzurückgeschlagen. Mittellappen schmäler und breiter,gestutzt, vorn in 2 ganzrandige oder wenig gezähnelteAbschnitte geteilt (zuweilen in der Ausbuchtung einkleines Spitzchen tragend). Sporn zylindrisch bisetwas keulenförmig, so lang als der Fruchtknoten,
aufsteigend oder horizontal abstehend, gewöhnlich hellpurpurn gefärbt. Säulchen kurz,stumpf. — IV, V.
Häufig und meist gesellig auf Wiesen, sonnigen und buschigen Bergtriften, inlichten Laubwäldern, an Waldränden; von der Ebene bis in die Alpen, bis über 2000 m(im Puschlav in Graubünden vereinzelt noch bei 2200 m). Gern auf Kalk. In Norddeutschlandselten und stellenweise (z. B. in Brandenburg) gänzlich fehlend.
Allgemeine Verbreitung: Mittel-und Südeuropa (nördlich bis Südskandinavien),Kaukasusländer, Persien, Ural, Nordafrika.
Aendert ziemlich stark ab: var. acutiflörus Koch. Perigonblätter spitz oder kurz zugespitzt.Lippe etwa bis zur Hälfte eingeschnitten, mit eiförmigen bis rundlichen (seltener länglichen) Seitenlappen undmit einem etwa ebenso langen wie breiten, deutlich ausgerandeten Mittellappen (Häufig). — var. stendlobusRosbach. Perigonblätter spitz. Lippe tief 3-lappig, mit länglich-eiförmigen bis länglichen Seitenlappen undmit 4-eckigem, kaum ausgerandetem Mittellappen (Selten). — var. S t abian us Rchb. Lappen der Lippe starkgestutzt. Lippe gewöhnlich viel kürzer als beim Typus. Perigonblätter spitz. Laubblätter meist ungefleckt(Ab und zu mit den Typus). — var. obtusiflörus Koch. Perigonblätter (namentlich die äusseren) stumpfbis abgerundet. Lippe häufig breiter und kürzer (Hie und da). — subsp. speciösus (Host) Koch. Perigon-
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Fig. 427. Orchis masculus L, a Habitus(t/3 natürl. Grösse), b Einzelne Blüte mit Frucht-knoten (schwach vergrössert). c Querschnitt durchden Fruchtknoten, d Fruchtkapsel aufspringend.e Same.