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2. Monocotyledones 2 (1907)
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rötlich gelben oder zimmetbraunen, gelbberandeten (seltener mit gelblichen oder rötlichen, jedoch niemals bläulichumrandeten) Flecken, mit grossem Anhängsel. Seitenlappen der Lippe kurz, stumpf. Aeussere Perigon-blätter länglich; die inneren seitlichen ganz kurz, grünlich, ziemlich lang behaart. var. flavescens Rosb.Aehnlich, aber die äusseren Perigonblätter weiss. Lippe gelb mit bräunlicher Zeichnung (Sirzener Wald beiTrier [auf Sandboden] und bei Freiburg i. Br.), var. purpuräta (Tausch) Rchb. (= O. integra Saccardo?).Lippe stumpf-dreieckig, kurz, mit undeutlichen Seitenlappen, fast purpurrot (Südtirol). var. MuteliaeMutel. Aehnlich dem Typus, aber die Seitenzipfel der Lippe gross, gehörnt (Nicht selten mit dem Typuszusammen). var. aurita Moggridge. Seitliche innere Perigonblätter verlängert, länglich-linealisch bis schmal-lanzettlich (Selten). var. Friburgensis Freyhold. Die innern seitlichen Perigonblätter den äussern voll-kommen gleich. Lippe ziemlich flach, fast ungeteilt (Mehrfach bei Freiburg i. Br., am Kaiserstuhl und umChancv bei Genf). var. Tröllii (Hegetschw.) Rchb. Aeussere Perigonblätter lanzettlich, zugespitzt, etwa solang als der Fruchtknoten, aussen rötlich, mit ziemlich starken, grünen Nerven; die seitlichen innern 2 /3 so langals die äussern, linealisch. Seitenlappen kurz, linealisch (Schweiz: beim alten Schloss Wülfiingen bei Winterthur[früher], am Irchel, Bex). var. chlordntha (Hegetschw.) Richter. Aeussere Perigonblätter grünlich-weiss,schmal, lanzettlich, spitz; die beiden innern sehr kurz, säulenförmig, gelb. Lippe nach vorn zu dunkelgrün,nach dem Grunde hin gelbgrün gefärbt. Säulchen lang, fast so lang als die äusseren Perigonblätter, in ein faden-förmiges Spitzchen verlaufend (Mehrfach in der Schweiz sowie in Bayern [Feldafing] beobachtet). Die beidenletzten Formen stellen wahrscheinlich nichts anderes als Monstrositäten dar. Wichtiger sind dagegen diebeiden folgenden Unterarten: subsp. Bott erönii (Chodat) Aschers, et Graebner. Stengel 10 bis 20 cm hoch.Lippe ohne oder nur mit einem kurzen, lappenförmigen Anhängsel, fast 5-lappig, an der Spitze verbreitert,braungelblich, sammetartig behaart, nach der Mitte zu mit einem kahlen, schildförmigen, mit unregelmässigen,gelblichen Linien und Punkten gezeichneten Flecken. Seitliche innere Perigonblätter etwa 2 /3 so lang als dieäusseren, lanzettlich, rosa, gewöhnlich ganz kahl (Schweiz: mehrfach früher bei Biel und bei Genf [Vallon del'Anne bei Chancy, Bois des Freres] beobachtet). Diese Unterart wird auch als Bastard (O. apifera Huds.X O. Arachnites Murray) betrachtet. subsp. Austriaca (Wiesb.) Richter. Lippe am Grunde mit einemeiförmigen, gelblichen, bläulich umsäumten Flecken, der am Rande nach der Mitte der Fläche zu noch 2 brauneFlecken einschliesst; ausserdem zwischen den letztern und dem Aussenrande der Lippe noch 2 blassbläulicheFlecken (Selten in Niederösterreich).

Von Bastarden sind bekannt: 1. O. muscifera Huds. X O. Arachnites Murray (= O. DevenensisRchb.). In der Tracht der erstem Art ähnlich. Seitliche innere Perigonzipfel zungenförmig, nach vorn zusammetartig behaart. Lippe ungeteilt oder 3-lappig, mit oder ohne Anhängsel, am Grunde oft mit 2 Höckerchen.Sehr selten (les Devens bei Bex [französ. Schweiz] und bei Pfullingen in der Schwab. Alb) beobachtet. "äTo.aram'fera Huds. X O. Bertolonii Moretti. Steht in der Tracht bald dereinen, bald der andern Art näher.Wurde in mehreren Formen (O. Gelmii Murr, O. araniferiförmis Dalla Torre et Sarntheim, O. pseüdo-BertolöniiMurr, O. disjecta Murr) in Südtirol und am Gardasee konstatiert. 3. O. aram'fera Huds. X O. apiferaHuds. (= O. epeiröphora Peter). Perigonblätter rosarot; die seitlichen innern kürzer als die äussern.Lippe ohne Anhängsel. Sehr selten (Einzig in Bayern: Feldafing). 4. O. muscifera Huds. X O. araniferaHuds. Seitliche innere Perigonblätter meist braun, zuweilen mit grünem Mittelnerven. Lippe 3-lappig bisungeteilt, stets breiter als bei O. muscifera, vorn ausgerandet bis kurz 2-lappig und dann nicht selten mit einemSpitzchen zwischen den beiden Lappen, am Grunde meist mit + deutlich ausgebildeten Höckern. Dieser nichtallzu seltene Bastard (der verbreiteste der Gattung) tritt in mehreren Formen (O. hybrida M. Schulze, O. api-cula J. C. Schmidt, O. Reichenbachiäna M. Schulze) auf, die bald dem einen bald andern Erzeuger näher stehen.5. O. Arachnites Murray X O. aranifera Huds. (= O. arachnitiförmis Gren. et Phil). AeusserePerigonblätter denen von O. aranifera ähnlich, die seitlichen innern aber kleiner als bei jener. Lippe ander Spitze mit einem deutlichen, behaarten Anhängsel (Selten). Hieher auch O. obscüra Beck. 6. O. Arach-nites Murray X O. apifera Huds. (= O. Albertiäna G. Camus). Bisher einzig im Elsass (Dreispitz beiMutzig) konstatiert.

CLXXXII. Anacätnptis 1 ) Rieh. Hundswurz.

Zu dieser Gattung gehört einzig die folgende Art.

680. Anacätnptis pyramidalis (L.) Rieh. (= Örchis pyramidalis L., = O. bicornis Gilib.).Pyramijden-Hundswurz, Spitzorchis. Taf. 70, Fig, 2, Taf. 69, Fig. 10 und Fig. 420?g.Ausdauernd, 25 bis 50 (60) cm hoch. Knollen fast ungeteilt, kugelig. Stengelziemlich dünn, etwas hin und hergebogen, oberwärts etwas kantig. Laubblätter lineal-lanzettlich, längsnervig, hellgrün, die untersten gross, den Stengel scheidig umfassend, die

') Gr. ävaxdf.(,nt0) (anakämpto) = aufbiegen; wohl wegen der beiden Platten auf der Lippe.