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2 oder 3) breiten, kahlen, anfangs gelblichen, später schön blauen, schillernden, schildförmigen,fast viereckigen Flecken. Anhängsel in der Ausrandung der Lippe klein, etwas fleischig,gelblichgrün (Fig. 319 c). Säulchen schlank, mit ziemlich kurzem Mittelbandfortsatz. — IV, V.Sehr selten im Süden auf steinigen, grasigen Hügeln und Abhängen.
Im Gebiet einzig im südlichen Tirol (zwischen Ravina und Margone, San Rocco, Vigolo Vattaro800 m, Abhänge der Maranza, Riva, Doss Brione. zwischen Nago und Torbole). Hier auch die f. LandaueriAppel. Perigonblätter rein weiss. Lippe sattgelb. — In Südtirol bei 800 m zusammen mit Coeloglossum viride,Gymnadeniaodoratissima,Limodorum(nr.722),Dianthusatrorubens,Serapias(Bd.II,pag.338), Andropogon gryllusetc.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (von der Provence bis Dalmatienund Montenegro).
679. Ophrys apffera 1 ) Huds. (= O. rosträta Ten., = O. pseüdo-apifera Cald.). Bienen-Ragwurz. Engl.: Bee-Orchis; ital.: Vesparia. Fig. 419a, b.
Diese Art wird als Biene (Thüringen) oder als Wäschpeli [= Wespe] (Schweiz) bezeichnet.
Ausdauernd, (10) 20 bis 40 (70) cm hoch. Knolle ziemlich klein, kugelig. Stengelziemlich kräftig, stielrund, kahl, gelblichgrün. Laubblätter etwas verlängert-lanzettlich,zugespitzt, lebhaft grün, mit deutlichen Nerven, die obern den Stengel scheidenförmigumfassend. Blütenstand locker, gewöhnlich 2- bis 8- (selten mehr-) blutig. Blüten ziemlichgross (fast bis 4 cm im Durchmesser). Tragblätter länger als der Fruchtknoten, hellgrün.Aeussere Perigonblätter länglich, nach der Spitze zu verschmälert, stumpf, an den Rändernumgerollt, anfangs rötlichweiss, später violettrosa oder weisslich bis schneeweiss, mit grünemMittelnerven; die beiden seitlichen innern Perigonblätter sehr kurz, schmal, fast lanzettlichbis länglich-linealisch, grünlich oder etwas rötlich, weiss behaart, am Rande zurückgerollt.Lippe dreilappig, 10 bis 12 mm lang, etwas kürzer als die äussern Perigonblätter, rundlich-verkehrteiförmig, stark gewölbt, sammetartig, + dunkelpurpurbraun, ziemlich bald ver-blassend, an den Rändern gelblich oder grünlich, nach dem Grunde hin mit einem breiten,kahlen, fast viereckigen, vorn abgerundeten (Fig. 419b), rötlichgelben oder zimmetbraunen,gelbberandeten Flecken, am Grunde (nahe der Narbenhöhle) mit 2 kleinen, glänzenden,ziemlich weit voneinander entfernten Vorsprüngen. Seitenlappen der Lippe fast eiförmig,stumpf, zurückgekrümmt und über der Unterseite des Mittellappens zusammenneigend,dicht- und lang sammethaarig (oft goldgelb). Mittellappen bedeutend grösser, fast rund,meist mit einem + stumpfen, nach abwärts gerichteten oder häufiger nach innen gekrümmten,kahlen, mehrmals längeren als breiten Anhängsel und mit wechselnder Zeichnung. Säulchenschlank, etwas kürzer als die äussern Perigonblätter, mit einem lang zugespitzten, ge-schlängelten, hellgrünen, schnabelartigen Fortsatz. Stielchen der Pollinien ziemlich lang. -Ende V bis VII.
Zerstreut auf grasigen, sonnigen Hügeln, in lichten Gebüschen, Buchenwäldern, aufMagerwiesen, trockenen Seeriedstellen, auf Moorboden; ausschliesslich auf Kalkboden. Fast nur inder Ebene; selten vereinzelt höher steigend (am Südabhang der Churfirsten [Schweiz] bis 1000 m).
In Deutschland zerstreut im südlichen und mittleren Gebiet, nördlich bis in die Rheinprovinz,Westfalen (Ibbenbüren, Osnabrück), Hannover (Bodenwerder a. d. Weser, Alfeld an der Leine), Weimar(Troistedter Forst) und bis Naumburg a. d. Saale. In O esterreich vereinzelt in Niederösterreich (besondersim Gebiet der pannonischen Flora), Steiermark, Krain, Tirol, Vorarlberg und Küstenland; für Kärnten unsicher(angeblich bei Weisbriach). In der Schweiz seltener als die vorige Art.
Allgemeine Verbreitung: Südeuropa, zerstreut in Mitteleuropa (im Westennördlich bis Belgien und Grossbritannien; fehlt in Russland gänzlich), Nordafrika.
Diese prächtige Pflanze variiert in der Ausbildung, Zeichnung und Färbung der Blüten — namentlichder Lippe — sehr stark: var. t vpica Aschers, et Graebner. Lippe am Grunde meist mit einem breiten, fast viereckigen,
') Lat. apis = Biene; wegen der Aehnlichkeit der Blüte mit einer Biene.