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Hie und da an sonnigen Abhängen, auf Heidewiesen, zwischen Wacholdergebüsch;nur in der Ebene (bis ca. 800 m) und zwar immer auf Kalkboden.
In Deutschland zerstreut im südlichen und mittlem Gebiet (nördlich bis in die Rheinprovinz bisHessen-Nassau und Thüringen). Fehlt in O est erreich gänzlich in Salzburg, Kärnten und Böhmen. In Mähreneinzig bei Jawornik bei Welka. Fehlt auch in der Zentral Schweiz vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa (im Westen nördlich bisEngland [Kent] und Belgien), Kleinasien.
Auch diese Art ist in der Ausbildung ihrer Blüten sehr veränderlich: var. genuinaRchb. fil. Lippeungeteilt, am Grunde ohne Höcker, länglich-verkehrteiförmig, oberwärts ganzrandig oder 2-lappig, zwischenden Lappen zuweilen ein kleiner Zahn. — var. araneola Rchb. Aehnlich der vorigen var., aber Pflanze undBlüten kleiner und Lippe ziemlich kreisrund, vorn spitz (Schweiz: Bex). — var. fucifera Rchb. Lippe ungeteilt,am Grunde mit 2 heller gefärbten, + stark ausgebildeten Höckern; ausser dem Rande und der Zeichnung dichtsammetartig (Stellenweise häufig). — Hieher auch: var. fissa Moggr. Lippe + deutlich 3-spaltig, mit von denHöckern bedeckten Seitenzipfeln. Seitliche innere Perigonblätter behaart (Selten). — var. flavescensM. Schulze. Perigonblätter grünlichgelb, die seitlichen innern häufig behaart. Lippe ungeteilt, gelblich-grün,ganz kahl, glänzend, mit wenig hervorragenden, olivengrünen Höckern (Bei Jena und im Breisgau beobachtet).— var. euchlöra Murr. Aehnlich der vorigen Varietät. Lippe ausgerandet (mit Spitzchen), spangrün, fastkahl (nur die Seitenränder und die massig erhabenen Höcker mit gelblichgrünem Ueberzug). Die beiden innernPerigonblätter stark gelblich (Arco in Südtirol). — var. virescens Moggr. Lippe ungeteilt, mit breitem,grünem, kahlem Rand und kurzer Zeichnung. Blüten viel kleiner als beim Typus (Selten). — var. aträta Rchb.Aeussere Perigonblätter grün, die seitlichen innern braun, am Rande oft kraus. Lippe grösser als bei den
übrigen Formen, mit starken, stumpf-kegelförmigen Höckern, plüschartigbehaart, schwarzviolett (Mittelmeergebiet. In annähernden Exemplaren auchin Südtirol [Nago, Vigolo Vattaro] beobachtet). — Ausserdem sind mon-ströse Formen (einzelne Blüten mit 2 oder 3 oder mit vollständig fehlenderLippe oder mit 2 Säulchen) bekannt.
678. Ophrys Bertolönii 1 ) Moretti (= O. Speculum Bert,nee Link, = O. Hausmänni Porta, = Arachnites BertolöniiTod.). Fig. 419 c.Ausdauernd, 8 bis 30 (40) cm hoch. Knollen ziemlichfast kugelig. Stengel schwach kantig, gelblichgrün,der Aehre blattlos. Blätter bläulichgrün, nervig, dieuntern (2 bis 5) aus verschmälertem Grunde länglich-lanzettlich,die obern schmäler, fast lanzettlich. Blütenstand locker,gewöhnlich 2- bis 5-blütig (selten nur 1-blutig). Tragblätterlänger als der fast dreikantige, oberwärts etwas verdickteFruchtknoten. Perigonblätter ausgebreitet - abstehend. Dieäusseren eiförmig-lanzettlich, nach vorn verschmälert, stumpf,hell bis lebhaft violettrosa (zuweilen weiss), dreinervig (mitstärkerem grünem Mittelstreifen), das mittlere vorn über dasSäulchen gebogen; die 2 seitlichen innern dick, stets kürzerund schmäler als die äussern, lineal-lanzettlich bis fast drei-eckig, oft fast länglich-dreieckig, spitz oder stumpflich, ge-wöhnlich purpurviolett (seltener weisslich), mit zurückgebogenenRändern. Lippe länglich, eiförmig-rundlich bis breit-verkehrt-eiförmig, etwas länger als die äussern Perigonblätter, länglich,Fig. 4i9. ophrys apifera Hudson, zuweilen am Grunde dreilappig, am Grunde mit 2 kleinen,
a Habitus ( 2 /s nat. Grösse), b Blüte csr ö
(etwasvergrössert). — ophrysBerto- schwarzen, glänzenden Höckerchen, oben schwarzpurpurn und
lonii Moretti. c Blüte (etwas ver- ... . .. .. , , . / 1.
grö»sert). dicht sammetartig, unten grünlich, geädert, mit einem (seltener
klein,unter
') Benannt nach Antonio Bertolöni (geb. 1/75. gest. 1869), Professor der Botanik an derUniversität Bologna.