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2. Monocotyledones 2 (1907)
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1. Stengel 1- bis 2-bIütig. Blütenstengel 1035 cm hoch........L. vernum nr. 667.

1*. Stengel (2) 3- bis 7-blütig. Blütenstengel 35 bis 60 cm hoch.....L. aestivum nr. 668.

Fig. 407. Leucoium vernum L. «Fruchtkapsel, b Längs-schnitt durch die Blüte, c Staubblatt, d Griffel mit Narbe.Galanthus nivalis L. e Fruchtkapsel. f t ^-Querschnittdurch dieselbe, k Längsschnitt durch die Blüte. * Staub-blatt, k Griffel.

667. Leucoium vernum L. (= Erinösma vernum Herb.). Franz.: Niveole, Grelot blanc,Perce-neige; engl.: Spring-Snowflake : ital.: Campanella, Campanellino. Taf. 67, Fig. 3,

Fig. 407 a bis d und Fig. 408.

Die Frühlings-Knotenblume teilt fast alleihre Volksnamen mit dem Schneeglöckchen (Galanthusnivalis), von dem sie nur selten als Waldsnäi-glöckchen (Braunschweig), du b bei de [doppelt, wohlwegen der 6 gleichgrossen Perigonblätter im Gegensatzzur Galanthus mit nur 3 grossen] Schneeklökskes,dubbelde nakenäsken (Westfalen); Schnee-glöckerl (Bayern, Oesterreich); Schniglöckl (Nord-böhmen); Schneeglöggli (Schweiz); Schnedropf'n(Niederösterreich), Schnaetröpfle (SchwäbischeAlb);Schneekaterl (Bayern, Oesterreich); Schneefeigal(Niederösterreich), Schniefalka [= Schneeveilchen](Riesengebirge); Schnigälchel [= -gelbchen] (Nord-böhmen); Schneetulp'n (Niederösterreich: Semmering);ab und zu schlechtweg alsGlocken, Glockaroashen[= -blumen] (Krain: Gottschee), Gloggara (Schweiz:St. Gallen) unterschieden wird; ferner Hornsen-blumen (= Hornungsblumen; Hornung, ahd., mhd.hornunc = Februar) (Thüringen: Ruhla), Hornungs-glöckle (Elsass); Märzenblümli (Schwaben),Merzablüomli (Schweiz); Märze(n)glöckle (Elsass,Schwaben), Merzeglöggli (Schweiz); Märzengocher (Steiermark); Märzenb echerl (Oesterreich);Josephsblume [Joseph am 19. März] (Nahegebiet); Aprillestern (Schwäbische Alb); Oster-schälchen (Südharz). Die ungewöhnliche Blütezeit (vgl. Herbstzeitlose pag. 195 f) hat der Pflanzeauch die niederdeutschen Namen Tidlötje, Tidlöscken, Tidlökelken usw. (Göttingen, Braun-schweig) und die schweizerischen Zitlose(n), Zitlosa eingetragen. Da diese Blume gleichsam die warmeJahreszeit eröffnet, nennt man sie auch Sommertür ch en, woraus missverständlich Sommerthierchen wurde(vgl. Tussilago farfara). Wie viele andere Frühlingspflanzen (vgl. Anemone nemorosa, Bellis perennis, Crocus) istauch die Knotenblume nach der Geiss benannt: Gei s s blu em ä, Gai Sgl öggli (Waldstätten). Auf die Farbeder Blüte gehen die Benennungen Gelbspitzchen [nach den gelb gefärbten Spitzen der Perigonblätter](Schlesien), Slangenkrut [Vergleich mit der gefleckten Schlangenhaut?] (Hannover: Schiaden). SchweizerischeNamen wie Chropfla, Tubachnopf (St. Gallen), Hegerli [von Höcker], Hogermännli (Waldstätten),Storchälseli (Wynental) dürften sich auf die auffällige Anschwellung am Blütengrunde (unterständiger Frucht-knoten I) beziehen. Gehören die schweizerischen Benennungen Flüderste,Pflüderst,Flegerste,Pflügerst(Aargau), Flittersche (Zürich), Flugerschli (Bern) zuFlüder" = Weiche Masse, nach dem schleimigenSaft, den die Pflanze führt (vgl. Ornithogalum umbellatum, Bd. II, pag. 252 und 253)?

Ausdauernd, 10 bis 35 cm hoch. Zwiebel ziemlich gross, bis über 2 cm dick (vondem scheidenförmig ausgebildeten Blattgrund gebildet), kugelig. Stengel zweischneidig.Laubblätter zu 3 bis 4, lineal, stumpf, dunkelgrün, 4 bis 13 mm breit, länger oder kürzerals der 1- oder 2-blütige Stengel. Blütenstiele nickend. Perigonblätter breit-länglich,15 bis 25 cm lang, weiss, an der Spitze mit einem gelbgrünen Flecken. Staubblätterungefähr halb so lang als die Perigonblätter (Fig. 407 b). Staubfäden sehr kurz,viel kürzer als die Staubbeutel; die letzteren an der Spitze sich öffnend (Fig. 407c). Griffelangeschwollen-keulig, unter der Narbe mit einem grünen Querband (Fig. 407 d).Fruchtkapsel kreiseiförmig (Fig. 407 a), grün, bis über 1 cm dick. Scheidewändein der Mitte einander bloss berührend (Fig. 407 f, g)- Samen kugelig, ohne Anhängsel,blass. II bis IV.