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geschlagen. — f. poculiformis hört. Innere Perigonblätter fast so lang als die äussern, reinweiss, nach innenzusammenneigend oder (l. hololeücus Celak.) nicht zusammenneigend. — f. Corcyrensis Baker (= f. praecoxhört.). Pflanze niedrig. Blüht (in Töpfen) gewöhnlich schon im Dezember. Stammt aus Korfu. — f. octo-brinus Voss (= G. Octobrensis hört.). Blüht schon Ende Oktober. Stammt ursprünglich aus Albanien undwird namentlich in England kultiviert. — Ausserdem kommt G. mit gefüllten Blüten (flore pleno) vor.
Die eigentliche Heimat von Galanthus nivalis_______________________
ist der sommergrüne Laubwald. Im schweizer. Jurawächst er als sicher wilde Pflanze in der Buchen-region (daneben Stieleiche und als Unterholz Buchsund Schlehdorn) von 400 bis 700 m, in Gesellschaftvon Lathyrus vernus, Bupleurum longifolium, Mer-curialis perennis, Asarum Europaeum etc. In der Um-gebung von Wien kommt Galanthus in den Donau-wäldern (Auenwälder, denen die Buche sowie alleNadelbäume fehlen) oft in ungeheurer Menge (z. B.bei Stockerau) vor. Bei künstlicher Lichtung des Auen-waldes scheint das Schneeglöckchen zu verschwinden(v. G Ott lieb -Tannenh ain). In Schlesien tritt esstellenweise massenhaft in den Eichenwäldern auf, zu-sammen mit Anemone nemorosa und A. ranunculoides,Isopyrum thalictroides, Adoxa, Asarum, Corydalis cavaund fabacea, Viola silvatica und Riviniana, Gagea lutea(Bd. II, pag. 211), Convallaria majalis (Bd. II, pag. 274)etc. An den Weichselabhängen erscheint es in demreichlichen Unterholz, gebildet aus zahlreichenSträuchern (darunter auch Prunus padus, Euonymusverrucosus und Ribes alpinum).
Der Blütenschaft von Galanthus geht alsNebenspross des innern, offenscheidigen Laubblatteshervor. Die Knospe für das nächste Jahr findet sich
inmitten der Zwiebel, zwischen Schaft und dem äusseren Laubblatt. Die Blüten von Galanthus sind etwasproterogyn, fast homogam und duften nur schwach. Durch die herabhängende Stellung der Blüte sind dieinnern Teile (Pollen und Nektar) gegen Regen geschützt. Als Bestäuber treten Insekten (Honigbiene) auf.Die grünen Endmakel der inneren Perigonblätter zeigen denselben den Eingang, während die grünen Rillen vielleichtals Wegweiser nach dem Blütengrund dienen. Dieser ist von einer dicken, weissen Gewebeschicht von lockerem,parenchymatischem Gewebe ausgekleidet (Fig. 407 h), das vielleicht auch Nektar absondert. Bei ausbleibendemInsektenbesuch kann Selbstbestäubung erfolgen, indem der Streukegel locker wird und die Pollenkörner so direktauf die Narbe herunterfallen können. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet. Sie besitzen ein deutlicheshornartiges Elaiosom (Viola odorata-Typus von Sernander. Fig. 403m). Der Blütenstengel erschlafft sehr früh-zeitig (schon gegen das Ende der Anthese), so dass die Kapsel, noch ehe ihre Samen ganz reif sind, auf dieErde zu liegen kommen. G. nivalis macht als ursprüngliche Laubwaldpftanze eine Sommerruhe durch. Dersommergrüne Laubwald und der Auenwald mit ihren breitblätterigen Schattenpflanzen lassen der Boden-vegetation nur im Frühjahr genügend Licht zukommen.
CLXXVII. LeUCÖium 1 ) L. Knotenblume.
Ausdauernde Zwiebelpflanzen. Zwiebel mit 1 bis 2 Scheidenblättern. Laubblätterzu 2 bis 4. Stengel 1- bis 7-blütig. Hochblätter häutig berandet. Blüten mittelgross,hängend. Perigon glockenförmig, meist weiss, grün, gelb oder rot gefleckt. Perigonblättergetrennt, alle annähernd gleich lang und von gleicher Gestalt, an der Spitze verdickt.Staubfäden fadenförmig, kürzer als die länglich-linealen, nicht zugespitzten (Fig. 407c) Staub-beutel. Fruchtkapsel zuletzt fachspaltig aufspringend. Samen kugelig, gewöhnlich schwarz.
Die Gattung umfasst ca. 10 Arten, die besonders im Mittelmeergebiet (östlich bis Kleinasien) zuHause sind. In Mitteleuropa fast nur L. vernum.
Fig. 406.
Kolonie von Galanthus nivalis L. Aufnahme vonJosef Ostermaier, Dresden-Blasewitz.
') Gr. levxög [leukös] = weis und tov [ion] = Veilchen ; von Leucoium stammt „Levkoje" (vgl. Matthiola).
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