breitert.
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3. Perigonröhre sehr stark gebogen. Narbe fast vom Grunde an verbreitet (Fig. 404b).
G. imbricatus nr. 664.
3*. Perigonröhre schwach gebogen. Narbe am Grunde linealisch, von der Mitte an plötzlich ver-
In Kärnten, Krain und Istrien..................G. Illyricus nr. 665.
662. Gladiolus palüster Gaud. (= G. Boucheanus Schlechtend., = G. pratensis Dietr.).
Sumpf-Siegwurz. Taf. 66, Fig. 2 und Fig. 403k, 1.
Ausdauernd, 30 bis 60 cm hoch. Knolle eiförmig, bis 2 cm dick, von starken,netzig verbundenen Gitterfasern umgeben. Stengel ziemlich starr aufrecht. Laubblätterschwertförmig, spitz, 4 bis 9 mm breit, mit wenigen,etwas entfernten Nerven. Blütenähre locker, starkeinseitswendig, 3- bis 6-blütig. Blüten von 2 Hoch-blättern gestützt. Perigon purpurrot, mit stark ge-krümmter Röhre und stumpfen Abschnitten; die obernseitlichen Abschnitte rauten- bis eiförmig. Frucht-kapsel länglich-verkehrt eiförmig, 14 bis 16 mm lang,schwach 6-furchig, glatt, an der Spitze abgerundet(nicht eingedrückt). Samen flach, ringsum breit-geflügelt, ca. 5 mm lang (Fig. 4031). — V bis VI.
Zerstreut, aber dann meist gesellig, aufsumpfigen Wiesen, in Moorwäldern, unter Gebüsch,auf sonnigen Berghängen; nur in der Ebene undin der Bergregion (am Monte Stino in Südtirolbis 1400 m emporsteigend).
Fehlt in Deutschi and vollständig im ganzen Nord-westen ; dagegen im Osten bis zur Küste (z. B. im Kreis Putzigin Westpreussen) vordringend. Gladiolus palüster tritt in denMooren gelegentlich im Molinietum auf, zusammen mit Sanguis-orba officinalis, Cirsium bulbosum und palustre, Centaureajacea, Inula salicina, Succisa pratensis, Serratula tinctoria»
Silaus pratensis, Pimpinella magna, Iris Sibirica, Carex panicea, Allium suaveolens (in Oberbayern), Galium verumund boreale etc. Selten kommt diese Art auch weissblühend vor (z. B. bei Füssen in Oberbayern beobachtet).
Allgemeine Verbreitung: Zerstreut durch Mittel- und Südeuropa (nördlichbis Posen, Ost- und Westpreussen).
663. Gladiolus segetum l ) Ker-Gawler (= G. communis Sibth. et Sm., = G. dübius
Guss.). Saat-Siegwurz. Ital. (Tessin): Rosalin. Fig. 403d bis i.
Ausdauernd, 30 bis 60 cm hoch. Knolle kugelig, bis 25 mm dick. Fasern derKnollenhäute derb, parallel, nicht oder nur oberwärts netzartig verbunden. Stengel kräftig.Laubblätter bis 15 mm breit, allmählich zugespitzt. Blütenstand locker, vielblütig, etwaseinseitswendig. Hochblätter sehr ungleich gross, lanzettlich, die untern oft so lang wie dieen. Perigonröhre kurz, wenig gebogen. Seitliche Perigonzipfel lineal-keilförmig; derr ^ lter und länger, von den seitlichen deutlich entfernt. Staubbeutel etwas längerals die Staubfäden (Fig. 403 f). Narben von der Mitte an allmählich entfernt. Fruchttugig-ei örrnig, bis 2 cm lang, dreifurchig und stumpf-dreikantig, querrunzelig, oben ein-gedrückt (Fig. 403h). Samen kugelig-birnförmig, nicht geflügelt (Fig. 403i). — IV, V.
^eir selten auf Aeckern, in Weinbergen, auf trockenen Wiesen, steinigen Hügeln;nur im Geb iete der Mittelmeerflora und deren Ausstrahlungen.
) Lat. seges (Genetiv segetis), die Saat; nach dem Vorkommen auf Aeckern.
Fig. 403. Crocus albiflorus Kit. a Fruchtkapsel,die sich auf langem Stiele über den Boden erhebt( l /snatürl. Gr.). &Fruchtkapsel(aufgesprungen). c Same.Gladiolus segetum Ker-Gawler. d Einzelne Blüte.e Androeceum und Gynaeceum. /Staubblatt. ^Narben.k Fruchtkapsel. i Ungeflügelter Same. Gladioluspalüster Gaud. h Samenkapsel. / Geflügelter Same.Galanthus nivalis L. vi Same.