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2. Monocotyledones 2 (1907)
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orangerot, trichterförmig, faltig-dreilappig, am Rande kraus, ungefähr halb so lang als diePerigonabschnitte. Fruchtkapsel 10 bis 15 mm lang, ca. 12 bis 20 Samen enthaltend(Fig. 403 a, b). Samen hellrosa bis rotbräunlich, kugelig, ca. 2 mm dick, mit deutlich vor-springender Raphe, samtartig behaart (Fig. 403 c). II bis V.

Sehr verbreitet auf etwas feuchten, humusreichen Alpenwiesen, in Mulden, Gräben(seltener in Obstgärten oder im beschatteten Gehölz) der Alpen, Voralpen und desSchweizer Jura, bis 2500 m (Lagalb im Puschlav in Graubünden); sehr oft bis tief indie Täler oder stellenweise sogar bis in die Ebene hinabsteigend.

Ausserhalb der Alpen-kette vereinzelt im Schwarzwald(Rippoldsauerklösterle), sowie an-geblich wild in Böhmen (beiBöhmisch-Kamnitz, Braunau), inMähren (Sponau bei Weisskirchen,Roslitz bei Mähr. Trubau) und inSchlesien (Gross-Herrlitz, Brauns-dorf bei Troppau). Ausserdeman sehr vielen Orten aus Gärtenverwildert beobachtet.

Allgemeine Ver-breitung: Pyrenäen, Cor-bieres, Cevennen, Auvergne,Alpen, französ. und Schweiz.Jura, nördliche Apenninen,Karpaten, Balkan.

Aendert ab: var. Ne-apolitänus hört. (= var. grandi-flörus Gay, = C. vernus var.typicusBeck). Grossblütige Rassevon C. albifiorus. Perigon meistviolett oder lila, seltener weiss und mit breiteren, gewölbten, nur 2 bis 3 mal so langen, am Grunde innen deutlichbärtigen 25 bis 40 mm langen und 7 bis 13 mm breiten Abschnitten. Narben die Staubbeutel deutlich über-ragend. Nur im Süden und Südwesten der Alpen, so selten in Krain, Steiermark und Niederösterreich (aufSandstein bei Gresten und Scheibbs im Tale der kleinen Erlaf); jedoch nicht in Tirol und nicht in der Schweiz.Ausserdem sehr oft in Gärten gezogen.

Der Frühlings-Crocus bedeckt sogleich nach der Schneeschmelze in grossen, prächtigenKolonien die Berg- und Alpenwiesen, so dass dieselben oft auf grosse Entfernungen hin wie be-schneit ausschauen (Fig. 401). Gelegentlich reichen einzelne Pflanzen noch in den Schnee hinein. Diese Prachtverschwindet aber sehr rasch; denn die Blüten sind sehr hinfällig. Auch die schmalen Laubblättervergilben sehr schnell. Noch vor der Heuernte werden die ursprünglich unterirdisch im Boden liegendenFruchtknoten durch Streckung der bleichen, zarten Stengel über den Boden emporgehoben (Fig. 403a).In einzelnen Gegenden wird das Hervortreten der 3-klappig aufspringenden reifen Früchte (Fig. 403 b)als Zeichen des richtigen Zeitpunktes der alpinen Heuernte (anfangs oder Mitte August) betrachtet(Stebler). Im allgemeinen herrschen die weissblühenden Pflanzen vor (bis zu 97°/o): es scheint überhaupt(nach Meylan, Ch., le Rameau de sapin. Vol. 40 [1906] nr. 8), dass das Verhältnis der weiss- zu denviolettblühenden Formen am gleichen Standort nach den Jahrgängen wechselt. Im allgemeinen ist Crocusalbifiorus als eine Falterblume zu bezeichnen (vielleicht ist die violette Form an Tagfalter, die weisse an Nacht-falter angepasst), da der Weg zu dem von den Septaldrüsen des Fruchtknotens abgesonderten Nektar nur fürden langen, dünnen Rüssel der Falter (nach Müller besonders Distelfalter [Pyrameis cardui L.] und Gamma-Eule[Plusia gamma L.]) zugänglich ist. Doch steigt der Honig in der engen Perigonröhre so weit in die Höhe,dass auch langrüsselige Hummeln an der obersten Schicht zu nippen vermögen. Ausserdem ist Selbstbestäubungmöglich. Während im Anfang des Blühens infolge der vorhandenen Proterandrie die Bestäubung nur auf xeno-gamem (Fremdbestäubung mit Hilfe von Insekten) Wege erfolgen kann, drehen sich später die ursprünglichextrorsen Antheren um 90° und werden dadurch intrors, so dass Selbstbestäubung wenigstens beim Typus

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Fig. 401. Crocus-Wiese am Rigi (Schweiz), ca. 1400 m. Phot. E. Ganz, Zürich.