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Thüringen und im Saaleland ähnlich wie Nepeta nuda, Veronica spuria, Astragalus exscapus und Danicus,Oxytropis pilosa, Campanula Bononiensis, Scorzonera purpurea etc.
Allgemeine Verbreitung: Mitteldeutschland, Schlesien, Böhmen, Mähren, Ungarn,Siebenbürgen (bis 1250 m), Galizien,nördl. Balkan, Mittel- und Südrussland, Kaukasus, Kleinasien.
Diese Art ist in ihrer Grösse, Gestalt, Verzweigung, Blüte etc. sehr veränderlich, so dass von ihr eine Reihevon Rassen und Formen unterschieden werden. Von diesen mögen genannt sein: 1. subsp. Fiebert (Seidl)Aschers, et Graebner (= J. Bohemica Fiek). Pflanze mittelgross (bis 30 cm hoch). Blüten vor der Blüte +nickend. Perigonröhre nur ungefähr so lang als der Fruchtknoten. Perigonabschnitte sehr schmal, ca. 5 cmlang und 1,5 cm breit. Fruchtknoten tief 3-furchig (daher stumpf dreiseitig). In Böhmen und Schlesien. —2. subsp. Hungärica Aschers, et Graebner (= J. Hungärica Waldst. et Kit., = J. biflöra Rchb.). Pflanzeniedrig (kaum 20 cm hoch). Blüten vor der Blüte + nickend. Perigonröhre etwa doppelt so lang als derFruchtknoten. Perigonabschnitte länglich-verkehrteiförmig, fast bis 3 cm breit. Fruchtknoten tief 3-furchig.Selten in Böhmen; ausserdem in Ungarn (auf Sandboden), Siebenbürgen, in der Bukowina etc.
650. Iris variegäta L. Gescheckte Schwertlilie. Fig. 391.
Ausdauernd, 12 bis 40 cm hoch. Grundachse ziemlichdick. Stengel aufrecht, oberwärts verzweigt, ziemlich reichblütig.Laubblätter breit- bis lineal-schwertförmig, sichelförmig gekrümmt,12 bis 35 mm breit, ungefähr so lang als der Blütenstengel (imHerbst frühzeitig absterbend). Hochblätter zur Blütezeit ganzkrautig, grün (die obern zuweilen violett überlaufen), starkbauchig aufgeblasen. Blüten fast ungestielt, sitzend. Perigon-röhre ungefähr doppelt so lang als der Fruchtknoten. Perigon-zipfel länglich-verkehrteiförmig, etwa gleichlang, an der Spitzeabgerundet oder ausgerandet, die äusseren gelblichweiss, 4 bis6 cm lang, zierlich, von zahlreichen, lebhaft bräunlichen oderdunkelpurpurnen Adern durchzogen, mit gelbem Barte, stumpf,die inneren rein goldgelb, einfarbig oder am Grunde ein wenigvon farbigen Adern durchzogen (Mittelstreifen fehlt), nach demGrunde allmählich verschmälert. Abschnitte der Oberlippe derGriffeläste ziemlich breit, ± gezähnt (Fig. 391c). Kapsel walzlich,bespitzt, 4 bis 6 cm lang. Samen kugelig, eiförmig, ca. 4 mmlang, mit krausbuckeliger Schale. — V, VI.
Selten in Wäldern, an steinigen, buschigen Abhängen,an steinigen oder felsigen Orten; nur im Gebiete der pontischenFlora und deren Ausstrahlungen. Ausserdem als Zierpflanzekultiviert und gelegentlich (auch in Weinbergen) verwildert.
In Deutschland als Seltenheit einzig in der südlichen bayerischenHochebene (Echingerloh, Allacher Forst, Hagrein und Prielfeld bei Landshut;früher auch zwischen Eching und Lohhof und bis 1870 im Kapuzinerhölzl beiNymphenburg). I n Oesterreich zerstreut in Niederösterreich (auf denHügeln von Oberhollabrunn und Falkensteln bis ins Marchfeld, Wienerwald,Leithagebirge, auf den Hainburger Bergen, bei Traismauer, Krems), in Ober-osterreich, in Mähren (zahlreiche Standorte; besonders im südlichen und mittlerenTeile), in Böhmen (selten: einzig bei Podiebrad) und in Kärnten (im Beckenvon Klagenfurt: Unterart bei Bleiburg, Weinzierlei bei Wolfsberg, Satnitz).F ehlt in der Schweiz gänzlich. — Ausserdem gelegentlich verwildert und stellen-weise eingebürgert wie, z. B. am Hohentwiel und im Wallis (Ried im Lötschental).
Allgemeine Verbreitung: Zerstreut im östlichenKroatien, Siebenbürgen, nördlicher Balkan, Südrussland.
Aendert etwas ab: f. pfcta Beck. Platte der äusseren Perigonblätter gelb, ausgerandet. Purpur-streifen zu beiden Seiten eines gelben Mittelstreifens zusammenfliessend. — Ausserdem sind von dieser prächtigenIris zahlreiche Farbenspielarten in Kultur.
Fig\ 391. Iris variegäta L.a Habitus (V3 natürliche Grösse).b Perig-onröhre mit Fruchtknoten.c Narbenlappen. d Staubblatt.e Querschnitt durch den Frucht-knoten.
Mitteleuropa, Ungarn,