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2. Monocotyledones 2 (1907)
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Hispanica, Jurinea mollis (hier auch einige südeuropäische Tiere wie die Gottesanbeterin [Mantis religiosa] undSaga serrata). Fehlt in Deutschland und in der Schweiz vollständig. Diese Art ist eine wertvolleund angenehme Zierpflanze sowohl für die Freiland- als auch für die Topfkultur. Hinsichtlich der Blütenfarbeist sie ziemlich veränderlich, so dass gegenwärtig eine grössere Zahl von Gartensorten (nach Voss-Vilmorinz. T. vielleicht aus einer Vermischung mit I. Olbiensis Henon und I. chamae'fris Bert, [beide mediterran] entstanden) imHandel sind. Die Farbe ändert von tiefblau und dunkelviolett bis himmelblau, kupferlila, gelb und weiss. Immittlem Deutschland gelegentlich auch verwildert. In Siebenbürgen die nahestehende J. Transsilvänica Schur.

Allgemeine Verbreitung: Niederösterreich, Mähren, Ungarn, nördl. Balkan,südl. Russland, Kaukasus, Transkaukasien, Sibirien.

647. Iris arenaria Waldst. et Kit. Sand-Schwertlilie. Fig. 389.

Ausdauernd, 10 bis 24 cm hoch. Grund-achse kurz, dünn. Ausläuferartige Seitentriebeunter einem sehr stumpfen Winkel (von nahezu 90°)abzweigend, 3 bis 4 cm lang, in den ersten 2 bis3 Jahren meist steril bleibend. Stengel niedrig,ohne Blüten 6 bis 10 cm lang, gewöhnlich 2-blütig(jedoch nacheinander blühend), am Grunde mitweisslichen, vorjährigen Blattresten besetzt. Laub-blätter sehr schmal, grasartig, scharf zugespitzt,2 bis 5(10) mm breit und bis ca. 10 (24) cm lang.Hochblätter 3, 3 bis 4 cm lang und 2 bis 10 mmbreit, aufgeblasen, stumpf oder spitz, das unterestark zugespitzt und fast krautig mit weissem,häutigem Rand, das obere + häutig, abgerundet,das mittlere bedeutend grösser. Blütenstiel kurz(ca. 1 cm lang). Endblüte meist unfruchtbar.Perigonröhre 10 bis 12 mm lang, bis 1 '/z mal solang als der 7 bis 10 mm lange Fruchtknoten(Fig. 389 b). Perigonabschnitte ziemlich schmal,länglich-lanzettlich, stumpflich, gelb, am Grundepurpurbraun gestreift, die äussern vorn etwas breiter,lebhaft safrangelb gefärbt. Frucht länglich-spindel-förmig, ca. 3 cm lang, 6-furchig, stumpf-kantig(Fig. 389 c). IV, V.

Sehr selten auf steinigen Grasplätzen oderauf Heidewiesen; einzig in Oesterreich.

Fig. 389. Iris arenaria Waldst. et Kit. a Habitus( 2 /3 natürl. Grösse). Die zweite Blüte ist im Knospen-zustand in dem Hochblatte verborgen, b Längsschnittdurch die Blüte und den Fruchtknoten (es ist nur1 Narbenlappen und 1 Staubblatt gezeichnet), c Quer-schnitt durch den Fruchtknoten.

In Oesterreich als Seltenheit in Niederösterreich(bei Pulkau und Retz) und in Mähren (Turold und Heiligerbergbei Nikolsburg, Strassnitz und Ungarisch-Brod). Ueber dieMorphologie dieser psammophilen Art vgl. Bernätsky, S.,Ins-Studien (BotanikaiKözlemenyek. 1909. VIII. Kötet. 2. Füzet).

Allgemeine Verbreitung: Mähren, Niederösterreich, Ungarische Tiefebene(charakteristisches Glied der Sandflora; östlich bis zur Theiss), Siebenbürgen (bei Tordaauf Kalkfelsen), Moldau, Südrussland.

648. Iris lutescens Lam. (= J. erratica Tod.). Gelbliche Schwertlilie.

Ausdauernd, 10 bis 15 (30) cm hoch. Grundachse ziemlich dick. Stengel niedrig,unverzweigt, länger als die breitlanzettlichen (bis 1 cm breit und bis 10 cm lang), schwert-förmigen, allmählich scharf zugespitzten, zuweilen stark gebogenen Laubblätter. Blüten-