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9*. Narbenlappen auseinander tretend. Innere Perigonzipfel blass schmutziggelb. Selten.
J. s quäl ens nr. 652.
10. Blätter breit-schwertförmig........................ 11.
10*. Blätter schmal, linealisch, fast oder ganz grasartig............... 12.
11. Innere Perigonabschnitte linealisch, bedeutend kürzer und schmäler als die Griffeläste. Fruchtstumpf-dreikantig........................J. Pseudacorus nr. 655.
11*. Innere Perigonabschnitte kurz verkehrt-lanzettlich, länger als die Griffeläste. Frucht lang ge-schnäbelt, stumpf 6-kantig (Fig. 397 e, f)..................J. spuria nr. 656.
12. Stengel zweischneidig-zusammengedrückt. Hochblätter krautig. . . . J. graminea nr. 657.12*. Stengel stielrund. Hochblätter braun, oberwärts häutig......J. Sibirica nr. 658.
646. Iris pümila L. (= J. Clusiäna Rchb., = J. diäntha K. Koch, = J. binäta Schur,= J. pseudopümila Janka). Zwerg-Schwertlilie. Fig. 388.
Ausdauernd, 10 bis 17 cm hoch. Grundachse kurz, dicht rasenbildend. Stengelniedrig (verborgen), fast immer einblütig. Laubblätter schwertförmig, graugrün, 6 bis
20 mm breit, spitz, stachelspitzig, bis10 cm lang, stets länger als der Stengel.Hochblätter zu 2, lanzettlich, oberwärtsam Rande breit-häutig, am Rücken ab-gerundet. Blüte ungestielt. Perigon-blätter meist blauviolett, seltener auchrosarot, gelb oder weiss. Perigonröhre5 bis 7 cm lang (Fig. 388h), aus demobersten Hochblatt herausragend, so langoder länger als die Perigonzipfel. AeusserePerigonabschnitte bis ca. 5 cm lang, kürzerals die innern. Griffel mit lanzettlichen, anden Rändern gezähnten Aesten. Staub-fäden ungefähr so lang als die Staub-beutel (Fig. 388 b). Fruchtkapsel länglich(Fig. 388g), eiförmig-dreikantig, 4 bis 6 cmlang, spitz, an der Spitze mit 3 schlitz-förmigen Spalten sich öffnend und durchAuseinanderweichen der Scheidewändeim untern Teil einfächerig. Samen ei-förmig, 4 bis 7 mm lang, mit fleischiger,bald runzeliger Schale (Fig. 388k). —IV, V.Stellenweise in der Ebene aut steinigen, sonnigen und sandigen Abhängen (bis 650 m);wild nur in Oesterreich. Kalkliebend. Sonst in Mitteleuropa zuweilen verwildert.
In Oesterreich im Gebiete der pannonischen Flora in Niederösterreich (stellenweise von Kalksburgbis in die Brühl und Baden, im Steinfelde, in der Laxenburger Gegend, Leithagebirge, Hainburger Berge, amBisamberge, bei Ernstbrunn, Krems, Dürrenstein) und in Mähren (Znaim, Pollauer und Nikolsburger Berge,Pratzer Berg bei Sokolnitz, Grumvi'f, Czeitsch). Diese zierliche Pflanze gehört in Niederösterreich zu dencharakteristischen Bestandteilen der pannonischen Federgrassteppen. Am Ostfusse der Berge der Thermengruppe(z. B. ob Gumpoldskirchen) findet sie sich in Gesellschaft von zahlreichen anderen südeuropäisch-pontischen Xero-phyten wie Andropogon ischaemum, Stipa pennata (Bd. I, pag. 203), Koeleria gracilis (Bd. I, pag. 286), OphrysArachiiites (nr. 6/6), Silene otites, Anemone grandis und nigricans, Erysimum canescens, Arabis auriculata, Violaambigua, Linum flavum und tenuifolium,Dictamnus albus,Polygala maior Jacq., Triniaglauca, Seseli hippomarathrum,Astragalus Austriacus, Oxytropis pilosa, Nonnea pulla, Phlomis tuberosa, Thymus lanuginosus, Linaria genisti-folia, Campanula Sibirica, Inula hirta, J. Oculus Christi und ensifolia, Scorzonera purpurea, S. Austriaca und
Fig. 388. Iris pumila L. a Habitus ( l J2 natürl. Grösse), b Griffel-ast mit Staubblatt, c Aeusseres Perigonblatt mit Bart. (/Querschnittdurch dasselbe, e Papille (vergrössert), f Querschnitt durch dieselbe.g Fruktifizierende Pflanze, h Schnitt durch die Perig-onröhre unddurch den Fruchtknoten, i Querschnitt durch den Fruchtknoten.k Same (von aussen).