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Ausdauernd, 30 bis 100 (in der Kultur bis 150 cm) hoch. Grundachse holzig,dick. Blütenstengel aufrecht, kahl, glatt, zuletzt oft überhängend, mit zahlreichen aufrechtabstehenden Aesten. Stengelglieder der Zweige 3 bis 5 mm lang. Schuppenblätter am
Grunde kurz gespornt (Fig. 3/41). Phyllo-kladien zu 3 bis 6, stielrund, nadeiförmig,bis über 2 cm lang und bis 0,5 mm breit.Blütenstiele einzeln oder zu 2 einandergenähert, 5 bis 10 mm lang, ungefähr inder Mitte gegliedert, zuletzt nickend. Blütenzweihäusig (Fig. 374 c, d), in der Regel zu-gleich oder erst nach den Astbüschelchen sichentwickelnd. Perigon der männlichen Blütenca. 5 mm lang, trichterförmig, weisslich bisgrünlichgelb, länger als die Staubblätter,mit verkehrtlanzettlichen Abschnitten; diesebis doppelt so lang als die Perigonröhre(Fig. 374 c). Staubbeutel länglich, fast solang als die Staubfäden (Fig. 374 e). Perigonder weiblichen Blüten viel kleiner (Fig.374 d, f).Frucht eine erbsengrosse, ziegelrote, bis8 mm dicke, kugelige Beere (Fig. 374 g).Samen schwarz, 3 bis 4 mm breit, runzelig-
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Ziemlich häufig auf sandigen Aeckern,an grasigen Abhängen, auf Dünen, Schutt-plätzen, an Wegrändern, Ufern, steinigenOrten, in Weinbergen, Hecken, auf Fluss-geschiebe, an Dämmen; vereinzelt bisca. 1300 m. Sehr häufig auf Aeckern undin Gärten gebaut und deshalb zuweilen ver-wildert. Selten auch als Ueberpflanze aufWeiden.
AllgemeineVerbreitung: Mittel-und Südeuropa, Vorderasien, westlichesSibirien, Nordafrika.
Aendert — namentlich in der Kultur — ziemlichstark, ab: var. prosträtus Richter. Pflanze klein.Stengel dünn, schlaff, zuweilen niederliegend. Phyllo-kladien ziemlich dick und kurz (Auf Dünen in Nord-deutschland). — var. strfctus Dethard. (= var. serötinus Wierzb.). Im Habitus dem Typus ähnlich.Stengel und Aeste meist ziemlich starr. Phyllokladien sehr kurz, meist nicht über 0,5 cm lang, gewöhnlichziemlich dicht gedrängt (Zerstreut an sonnigen Orten). — var. B 611 ei Aschers, et Graebner. Phvllokladiennicht oder kaum kürzer als beim Typus, starr aufrecht-abstehend. — var. praecox Beck. Blüten sich vorden Astbüschelchen entwickelnd. ■— Je nach dem Geschlecht zeigen die Spargelpflanzen einen etwas ver-schiedenartigen Habitus (geschlechtlicher Dimorphismus). Die männlichen Exemplare sind meistens gedrungenerund dichter, deren Zweige und Phyllokladien kürzer und starrer. Die weibliche Pflanze dagegen ist oftschlanker, die Phyllokladien sind länger, dünner und weniger zahlreich (nach Bernätsky bei Ascherson undGraebner). — Ausserdem sind von den als Gemüsespargel gebauten jungen, weisslichen oder blassrötlichenSprossen („Pfeifen" geheissen) zahlreiche Formen in Kultur (im Mittelmeergebiet auch von andern Spezies),welche sich namentlich in der Gestalt, Farbe und Grösse unterscheiden. Besonders empfehlenswerteKultursorten vom Gemüsespargel sind: Ruhm von Braunschweig, früher Burgunder, Harburger Riesen-
Fig. 374. Asparagus officinalis L. a Rhizom mit „Spargel-sprossen", b Stück eines männlichen Blütensprosses, c Schnittdurch eine männliche, d durch eine weibliche Blüte, e Staubblattmit Perigonblatt der männlichen, f der weiblichen Blüte, g Quer-schnitt durch die Beere, h, i Samen, k Schnitt durch den Samenmit Keimling-. / Schuppenblatt. m Schema der Nadelbüschel(a Stengelachse, I Primanspross, 7/ Sekundanspross mit Blüten;nach Eichler).