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wohl nur im östlichen Teile, im Gebiete der pannonischen Flora (in Nieder- und Ober-österreich und Mähren); sonst aber (besonders in Nord- und Mitteldeutschland) in Gärten,Parkanlagen, sowie auf Aeckern als Unkraut verwildert.
Allgemeine Verbreitung: Ungarn, östl. Oesterreich, Rumänien, Bulgarien,Kleinasien.
626. Ornithogalum Pyrenäicum *) L. (= Scilla silvestris Savi, = Beryllis Pyrena'icaSalisb.). Pyrenaeen-Milchstern. Franz.: Aspergette; ital.: Cipollaccio, Coda di
sciattolo. Fig. 369.
Ausdauernd, 30 bis 80 (100) cm hoch. Zwiebel eiförmig (bis über 2 cm dick).Stengel meist ziemlich starr aufrecht. Laubblätter meist zu 5 bis 6, grundständig, ziemlichdick, lineal-lanzettlich, rinnig, schlaff, 2 bis 10 mm breit, graugrün, kürzer als der Stengel,zur Blütezeit bereits absterbend. Blütenstand eine ziemlich reichblütige (30 bis 50 Blüten),anfangs am Scheitel kegelförmig gedrungene, später verlängerte (selten verkürzte: var.brachystachys Fischer), endständige Traube. Blüten offen, nach dem Verblühen nichtzusammenschliessend. Blütenstiele abstehend, zur Fruchtzeit der Traubenspindel fast auf-recht angedrückt, die untern beinahe 2 cm lang. Perigonblätter verkehrt-lanzettlich bislänglich-linealisch, stumpflich, ca. 6 bis 10 mm lang, aber kaum 2 mm breit, an der Spitzedreinervig, später eingerollt, weisslich, hellgrün bis gelbgrün. Staubfäden lanzettlich,gleichlang, plötzlich zugespitzt (Fig. 369 c), etwa 1 /i bis 3 ji so lang als die Perigonblätter(Fig. 369 b). Fruchtknoten kugelig, so lang oder kürzer als der dünne, bis ca. 3 mm langeGriffel. Kapselklappen vorn ausgeschnitten, 8 bis 10 mm lang. Samen schwarz, 3 bis4 mm lang. — VI, VII.
Stellenweise (im südlichen, westlichen, und südöstlichen Gebiet) auf Wiesen, anbuschigen oder grasigen Hügeln, in Hecken, auf wüsten Plätzen, an Wegrändern, in Weinbergen.
Diese Art zerfällt in die beiden folgenden Rassen: a. subsp. sphaerocärpum (Kerner) Aschers, et Graebner(= O. Pyrenäicum Jacq.. = O. Pyrenäicum L. a typicum Beck, = Beryllis Pyrenäi'ca Salisb.). Perigonblätter weissoder weisslich mit deutlichem, grünem Mittelstreifen. — Fehlt in Deutschland (verwildert bei Bertholdsdorf[1855] in Schlesien) und in der Schweiz gänzlich. In Oestereich stellenweise in Niederösterreich (vereinzeltin der Sandsteinzone von Wien bis an die Ybbs), Oberösterreich, in Kärnten (mehrfach: Landskron nördlich derDrau; im Gailtal, RaibI, Bodental in den Karawanken, Vellach bei Hermagor, Bleiberg, Arnoldstein, Kranzlhofen,ein, St. Johann bei Villach), Steiermark (z. B. bei Aussee, Sachsenfeld, bei Leutsch), Krain und Istrien (abernicht m lirol). Allgemeine Verbreitung: Südwesteuropa (westlich bis zum Küstenland und Venetien;nördlich bis Oberösterreich).
b. subsp. flavescens (Lam.) Baker (= O. Pyrenäicum Lara, et DO, = O. sulphüreum Schult.*' = Anthericum sulphüreum Waldst. et Kit). Perigonblätter hellgrün bis gelbgrün, mit grünem Mittelstreifen.In Deutschland einzig im Südwesten in Elsass (Pulversheim, Göstberg, Wasselnheim) und in Lothringen(Bitsch, im Saartal bei Sedingen und Vitringen unweit Saargemünd, bei Fontoy, Metzusw.); selten wie im Schloss-garten zu Biebrich bei Wiesbaden eingeschleppt. In Oesterreich im südlichen Tirol, in Kärnten (am Fusse desOswaldiberges, beim obersten Leonhardsee nach St. Ruprecht; nach Scharfetter briefl.), Krain und im Küstenland;ausserdem selten (in Oberösterreich) verschleppt. In der Schweiz im westlichen (in Wallis aufwärts bei Naters,im Jura bis Basel und bis in den Aargau) und im südlichen Gebiet (Tessin und Puschlav, bis 1100 m).
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Westeuropa (nördlich bis Luxemburg,südöstliches Belgien, Grossbritannien, Lothringen und Oberösterreich), Kaukasus, Vorderasien.
627. Ornithogalum pyramidale 2 ) L. (== O. Narbonense Neilr., = O. brevistylum Wolfn.).
Pyramiden-Milchstern. Ital: Cipollone bianco spigato.Ausdauernd, 30 bis 100 cm hoch. Zwiebel eiförmig (bis ca. 3 cm dick). Stengelgewöhnlich starr aufrecht. Laubblätter zu 4 bis 6, grundständig, ziemlich derb fleischig,
») Benannt nach dem Vorkommen in den Pyrenäen.
2 ) = pyramidenförmig; nach der anfänglich pyramidenförmigen Gestalt der Blütentraube.