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Altmark, Putlitz, Potsdam) in Anhalt (Bernburg) in Posen und bei Stettin; früher bei Hildesheim (Innerste-wiesen). Im südlichen Teile zerstreut in Bayern (Lechauen bei Augsburg, Rottalmünster, Hesseiberg [beiGrub auf Opalinuston; jetzt verschwunden, dagegen in neuerer Zeit mehrfach bei Nördlingen], um Bayreuth [amKrähenhölzchen bei Heinersreuth, bei Saas], Nürnberg, Ansbach, Hof, am Bahnhof Wachenheim [an letzteremOrte angepflanzt]) und in Württemberg (einzig bei Haagen und Gaildorf im Oberamt Hall); früher auch fürOberhessen und Neustadt a. H. angegeben. Fehlt in Baden (früher für den Hohenstoffeln und Hegau angegeben)und in Elsass-Lothringen vollständig. In Oesterreich zerstreut in Oberösterreich, Böhmen (um Budweis),Steiermark und Krain (nur im Moor [dort aber stellenweise massenhaft] zwischen Laibach, Oberlaibach undBrunndorf), jedoch nicht in Tirol. In der Schweiz einzig im Westen in den Kantonen Neuenburg (besondersam Doubs). im Berner-Jura (St. Ursanne, Ocourt, la Goule etc.) und Freiburg (Villars-les-Moines bei Murten).Durch unsinnige Nachstellung ist diese prächtige Pflanze stellenweise (z. B. in Nürnberg) der Ausrottung nahe.In Bayreuth wird sie alljährlich in grosser Menge und zwar häufig sogar mit den Zwiebeln auf den Markt gebracht.
Allgemeine Verbreitung: Westeuropa (Frankreich, britische Inseln bis Dänemarkund südl. Skandinavien); zerstreut in Mittel- und Südeuropa (fehlt in Italien, Tirol), Kaukasus.
Die Schachblume, die in mehreren Sorten in den Gärten kultiviert wird, ist in der Grösse desStengels, der Blätter und Blüten, sowie in der Blütenfarbe ziemlich veränderlich. Auch in der Natur domi-nieren zuweilen die weissblühenden Exemplare (z. B. bei Wachenheim in der Pfalz zeigen 97 % weisse Blüten[nach Zimmermann]). Zwischen der Färbung des Perigons und der herbstlichen Färbung der Laubblätterexistiert eine auffallende Uebereinstimmuhg (Robert-Tissot.) Gelegentlich werden auch gefüllte Exemplareangetroffen. Eine Form mit trichterförmigem Perigon, meist grünlich gefleckten, weit abstehenden Perigon-blätttern und sehr langen Staubbeuteln (diese viel länger als die Staubfäden) wird als var. brachypoda Bak.bezeichnet. Gelegentlich treten auch einzelne Blüten mit ver-wachsenblättrigem Perigon auf. Die hängenden Blüten schützenden Pollen gegen Regen und sind proterogyn- Als Bestäuberkommen Hummeln (besonders Bombus terrestris) in Betracht.Der Honig wird in einer Längsfurche eines jeden Perigonblattesabgesondert. Erfolgt während der 5-tägigen Blütendauer keineFremdbestäubung, so tritt als Notbehelf spontane Selbstbe-stäubung ein, indem eines der 6 Staubblätter sich soweitverlängert, bis es mit der empfängnisfähigenSNarbe gleich hochsteht (nach Knuth).
612. Fritillaria Burnati 1 ) Planch. (= F. Delphi-
nensis Gren. et Godr. c Burnati Richter, = F. tubi-
förmis Gren. et. Godr. C. Burnati Aschers, et Graebner,
= F. Tombeanensis Boiss.). Burnat's-Schachblume.
Fig. 357 a, b.
Ausdauernd, 15 bis 30 cm hoch, lebhaft grau-grün (steht nr. 611 sehr nahe). Stengel nur im obernTeile beblättert. Laubblätter 4 bis 6, derb, die un-tern verkehrt-eiförmig, bis 8 cm lang, die obernschmäler, lanzettlich, alle der Blüte genähert. Blütenfast immer einzeln, breit-glockig. Perigonblätterlänglich, die innern abgerundet, hell bräunlich-purpurn,schachbrettartig (zuweilen undeutlich gefleckt, seltenweisshch oder gelb). Staubbeutel ca. 6 mm lang.Griffel nur ganz an der Spitze wenig dreispaltig(Fig. 357 b). Frucht länglich verkehrt-eiförmig, bis3 cm lang, stumpfkantig. — VIII.
Sehr selten auf Triften der südlichen Alpen.
Fig. 357. a F riti 1 laria Burnati Planch. ('/:tnatürl. Grösse). & Fruchtknoten mit Griffel, c Fri-tillaria t e n e 11 a Bi eb. d Fruchtknoten mitGriffel, e Staubblatt. Fritillaria meleag-risL, / Fruchtknoten mit Griffel, g Staubblatt, h Same.
') Benannt nach Emile Burnat, geb. 21. Okt. 1828, in Nant sur Vevey (Kanton Waadt), demNestor der schweizerischen Botaniker, Verfasser der „Flore des alpes maritimes' 4 .
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