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dolde ziemlich klein, reichblütig, meist zahlreiche Brutzwiebeln tragend (letztere sehr seltenganz fehlend). Blütenstiele schlank, bis 2,5 cm lang. Perigonblätter lanzettlich, stumpf(selten spitz), glatt gekielt (Fig. 336 c), hell- oder dunkelpurpurrot, selten grünlich oderweiss, 4 bis 5 mm lang, selten aussen warzig rauh. Staubblätter zuerst ungefähr so langals die Perigonblätter, zuletzt meist fast doppelt so lang; die innern jederseits mit einemlangen Zahn (Fig. 336 e). Mittelspitze der inneren Staubfäden kürzer wie die seitlichen undetwas kürzer als das untere ungeteilte Stück des Staubfadens. — VI bis VIII.
Hie und da in Weinbergen, auf sandigen Aeckern, sonnigen Hügeln, an Rainen,im Rasen, im Gebüsch, an Wegrändern; in der Kulturregion (im Wallis vereinzelt bis1J00 m hinauf), zuweilen wohl nur verschleppt. Fehlt in Salzburg und im nördl. Tirol,sowie stellenweise in der Schweiz gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt ganz im Norden undim Osten), Nordamerika.
Diese Spezies, die allerdings nicht überall zur Blüte gelangt (so z. B. in Südtirol, wo beim Be-arbeiten der Weinberge die Pflanzen unmittelbar vor der Blütezeit zerstört werden), ist namentlich in der Aus-bildung der Scheindolde ziemlich veränderlich. 1. var. typicum Beck. Scheindolde meist + locker, seltenerdicht, aus Blüten und Brutzwiebeln bestehend. 2. var. compactum Thuill. Scheindolde nur aus Brut-zwiebeln gebildet; diese stehen meistens sehr dicht in einem weisslichen oder grünen, seltener + rötlichen(var. fuscescens Aschers, et Graebner), + festen Kopf und wachsen gelegentlich bereits am Stengel aus.3. var. capsuliferum Koch. Scheindolde einzig Blüten (keine Brutzwiebeln) tragend. Perigonblätter meisttiefpurpurrot. 4. var. crini tum Jacob. Brutzwiebeln mit 10 bis 20 cm langen, striemenförmigen Anhängseln ver-sehen. — Hieher gehört auch die subsp. Köchii Richter (= var. arenärium Brand). Aeussere Staubblätter kürzer,stets zuletzt so lang oder etwas länger als die Perigonblätter. Laubblätter bis in 2 /s ihrer Höhe riemen-förmig, + flach, oberwärts fast oder ganz stielrund. Scheindolde reichblütig. Perigonblätter spitz, dunkel-rot. — Selten auf Dünen (einzig bei Warnemünde in Mecklenburg beobachtet). — Diese Art ist neben nr. 603die verbreitetste Lauch-Art in Mitteleuropa.
592. Allilim Sphaerocephalum L. (= A. Veronense Poll., = A. densiflörum De Not.,= A. Deseglisii Bor., = A. approximätum Gren. et Godr.). Kugel-Lauch. Taf. 60, Fig. 1
und Fig. 341 c.
Ausdauernd, 30 bis 90 cm hoch. Zwiebel eiförmig, meist mit weissen Neben-zwiebeln, von weissen bis bräunlichen, nur mit wenigen Rissen zerreissenden Häuten umgeben.Stengel meist starr aufrecht, bis zur Mitte hinauf beblättert. Laubblätter halbstielrund,bis 7 (12) mm breit, weitrinnig, nur an der Spitze stielrundlich (Fig. 341c), bedeutend kürzerals der Stengel. Hülle 1- oder 2-klappig, häutig, kurz zugespitzt, bleibend oder bald ab-fallend. Scheindolde sehr dicht, vielblütig, kugelig, bis ca. 3 cm breit. Stiele der innernBlüten bis 3 mal länger als die eiförmig-glockigen Blüten. Perigonblätter elliptisch-eiförmigbis länglich, meist stumpf (seltener spitz), am Kiele in der Regel glatt (seltener rauh),3 bis 4 mm lang, lebhaft purpurrot, selten rosarot. Staubblätter länger als die Perigon-blätter (Taf. 60, Fig. 1 c). Staubfäden am Grunde verbreitert und mit den Perigonblätternverbunden. Mittelspitze der innern Staubfäden etwa so lang wie die seitlichen Zähne(Taf. 60, Fig. 1 b), etwas kürzer (bis nur halb so lang) als das untere ungeteilte Stück desStaubfadens. — VI, VII.
Zerstreut an warmen, felsigen Abhängen, auf kahlen, sandigen Plätzen, auf lehmigenAeckern, in Weinbergen, an unbebauten Orten; im Süden vereinzelt ziemlich hoch hinauf-steigend (in Tirol [Matschertal] bis 1300 m; im Wallis [Zmutt] bis 1900 m).
In Deutschland zerstreut im südwestlichen Teile im Oberelsass in Baden, Württemberg(einzig im Unterland: Markeisheim und Heilbronn im Oberamt Mergentheim und bei Derendingen im Ober-amt Tübingen), im nördlichen Bayern (besonders im Maingebiet; bei Dinkelsbühl), im Westen nördlich bis indie mittlere Rheinprovinz, im Rheingau, Waldeck (Fürstenberg), Thüringen (Tennstedt, Weissensee), bei Halle a. S.,Sandersleben, Alsleben. Fehlt in Oesterreich vollständig in Salzburg, Steiermark, Kärnten und Krain, sowie